"Ich schiebe nichts mehr auf"

Reha-Kompass Onkologie - Teil 2: Vier Reha-Kliniken in Sachsen haben sich auf die Nachbehandlung von Krebspatienten spezialisiert. Auch Bernd Grimm schöpft hier Kraft.

Bäume verkörpern für Bernd Grimm Stärke und Kraft. Die kann der 72-Jährige nach seiner zweiten Darmkrebserkrankung dringend gebrauchen. Operationen, Chemotherapien und Bestrahlungen liegen hinter ihm. "Das volle Programm", wie er sagt. Er hatte schwer mit Übelkeit, Appetitmangel und Gewichtsabnahme zu kämpfen. Hinzu kommt die Gefühllosigkeit in Händen und Füßen. "Als bei mir zum zweiten Mal Krebs festgestellt wurde, war ich verzweifelt. Aber in unserer Familie häufen sich Tumorerkrankungen." Insgeheim wirft er sich vor, die Früherkennungsuntersuchungen nicht genutzt zu haben. Vielleicht wäre der Krebs dann eher entdeckt worden. Doch Bernd Grimm ist keiner, der verzagt. Und deshalb kämpft er - in der Paracelsus-Klinik "Am Schillergarten" in Bad Elster. Seine Frau begleitet ihn.

 

Die Klinik: Die Paracelsus-Klinik liegt inmitten einer Parkanlage. Ruhe ist hier garantiert. Wohlfühlatmosphäre herrscht auch innen: Neben dem gläsernen Eingangsbereich gibt es eine gemütliche Leseecke mit Ohrensesseln, gegenüber ein kleines Bistro. Patienten und Gäste sollen zu Kräften kommen, denn wie Bernd Grimm haben sie viel durchgemacht. Die Rehaklinik hat sich auf die Nachbehandlung von Krebspatienten spezialisiert. Vier solcher Kliniken gibt es in Sachsen. Zuständig dafür ist die Rentenversicherung.

Die Diagnosen: Eine onkologische Reha kann bis zum Ablauf eines Jahres nach einer abgeschlossenen Erstbehandlung von bösartigem Krebs oder auch unmittelbar nach einer Krankenhausbehandlung in Anspruch genommen werden. Dann kümmert sich meist schon das Krankenhaus um die nötigen Antragsformulare. Laut Deutscher Rentenversicherung müssen die Patienten jedoch ausreichend belastbar sein, um an Einzel- und Gruppentherapien teilnehmen zu können. Eine begonnene ambulante Chemotherapie sei kein Hinderungsgrund.

"Die Hälfte unserer 180 Krebspatienten ist wegen Brustkrebs oder anderen gynäkologischen Tumoren bei uns", sagt Dr. Constanze Junghans, Ärztliche Leiterin der Rehaklinik "Am Schillergarten" in Bad Elster. Die andere Hälfte seien Patienten mit Darmkrebs und Tumoren der Verdauungsorgane, mit Leukämie und Lymphom oder Schilddrüsen-, Lungen- und Hautkrebs. Bundesweit ist es ähnlich: 53 Prozent kommen wegen Brustkrebs in die onkologische Reha, 39 Prozent wegen Prostatakrebs.

Laut der Deutschen Rentenversicherung ist in den letzten zehn Jahren die Zahl der onkologischen Rehapatienten im erwerbsfähigen Alter bundesweit um fast 30 Prozent gestiegen - von 59.000 auf 77.000. Die Zahl der Rentner dagegen ging um 15 Prozent auf rund 77.000 zurück. Das wichtigste Ziel der onkologischen Reha ist es, die körperlichen und seelischen Folgen der Tumorerkrankung zu mildern oder zu beseitigen und eine bestmögliche Lebensqualität zu erreichen.

Die Patienten: "Krebserkrankungen werden heute früher erkannt und sind damit besser behandelbar", sagt Constanze Junghans. Die Reha ist ein wichtiger Therapiebestandteil. Damit steigen aber auch die Patientenzahlen. Drei Viertel von ihnen absolvieren eine Anschlussheilbehandlung, ein Viertel eine onkologische Nachsorge.

Die meisten Patienten in Bad Elster sind zwischen 50 und 70 Jahre alt, kommen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin, Brandenburg und Bayern. Laut Rentenversicherung ist der Altersdurchschnitt in der onkologischen Reha mit 62 Jahren am höchsten. Zum Vergleich: Psychisch Kranke sind im Schnitt knapp 50 Jahre alt. "Doch auch in der Onkologie behandeln wir zunehmend junge Menschen", sagt die Ärztliche Leiterin. "Sie haben oft Familie und damit natürlich andere Probleme als 70-Jährige. Deshalb bieten wir für sie ein indikationsübergreifendes Konzept an, das speziell auf die Bedürfnisse Jüngerer ausgerichtet ist." Es umfasst psychosoziale Betreuung, Ernährungsberatung, Kochen und Einkaufstraining sowie Yoga.

Vom Krebs sind aber nicht nur die Erkrankten selbst betroffen, sondern die ganze Familie, besonders die Kinder. Sie können in Bad Elster mit aufgenommen werden, wenn sie zwischen drei und zwölf Jahre alt sind. Qualifizierte Erzieherinnen betreuen die Kinder tagsüber, auch in die regionale Schule können sie gehen. Ein besonderes Angebot nennt sich PIKE - Psychologische Intervention für Kinder krebskranker Eltern. Es umfasst Entspannungsangebote, kreatives Malen, Basteln und Bewegung. "In der Reha lernen Kinder, mit der Erkrankung ihrer Eltern umzugehen", so Junghans. Dabei helfen ihnen geschulte Pädagogen und Psychologen.

Die Therapien: Die Krebstherapien haben häufig Nebenwirkungen, mit denen viele Patienten in der Reha zu kämpfen haben. So führen Chemotherapie und Bestrahlung oft zu Gefühlsstörungen an Händen und Füßen, den sogenannten Polyneuropathien. "Für diese Patienten haben wir ein spezielles sensomotorisches Training und Elektrotherapie", so Junghans. Die Therapiepläne werden bei der Aufnahmeuntersuchung individuell festgelegt. Sie sind auch Bestandteil der Qualitätsüberprüfung durch die Rentenversicherung. So nutzen nahezu alle Patienten laut aktuellem Reha-Bericht die Informations-, Motivations- und Schulungsangebote. Sie zielen darauf ab, den Patienten Wissen über ihre Erkrankung zu vermitteln und ihnen den Umgang mit der Diagnose zu erleichtern. Weitere Schwerpunkte sind Bewegung, Physiotherapie und ernährungsmedizinische Leistungen. Selbst Frischoperierte bekommen die Möglichkeit, ihre Muskulatur zu kräftigen.

Für jede Krebsart ist in der onkologischen Reha spezialisiertes Personal gefordert. So haben beispielsweise Patienten mit einem künstlichen Darm- oder Blasenausgang Anspruch auf Anleitung und Schulung zur Selbstversorgung. Kehlkopflose werden intensiv logopädisch behandelt. Die Krebserkrankung und die Therapien führen aber häufig auch zu einer starken Gewichtsabnahme, zu Appetitmangel oder zu Problemen beim Schlucken. Die Patienten bekommen deshalb mehrmals täglich kleine Mahlzeiten, zum Beispiel Suppen, die leicht schluckbar sind. Manche brauchen Sondennahrung oder Infusionen, weil sie noch nicht wieder richtig essen können. Ganz langsam wird die Kost aufgebaut.

Die Therapiedauer: Im Schnitt sind Krebspatienten 21 Tage in Bad Elster. Eine Verlängerung sei besonders nach schwerwiegenden Eingriffen oder bei komplizierten Verläufen gegeben. Sie werde dann vom Kostenträger auch genehmigt. "Bei den meisten reicht aber eine dreiwöchige effektive Therapie aus", sagt Dr. Junghans. Vor der Entlassung erhalten die Patienten spezielle Ernährungsempfehlungen, Verordnungen für Rehasport und die leitliniengerechte Nachsorge. "Im Regelfall ist diese durch den behandelnden Onkologen bereits geplant", sagt sie.

Der Heilerfolg: Nach der Reha ist eine Krebserkrankung meist nicht vollständig geheilt. Laut der sozialmedizinischen Beurteilung im Anschluss können 76 Prozent der Frauen und 70 Prozent der Männer wieder sechs Stunden und länger pro Tag in ihrem zuletzt ausgeübten Beruf arbeiten. Doch die Praxis sieht anders aus. Wirklich arbeitsfähig waren dem aktuellen Reha-Bericht zufolge nur 30 Prozent der Frauen und 20 Prozent der Männer. 65 bis 75 Prozent bleiben auf Dauer arbeitsunfähig. "Allerdings verlässt die Mehrzahl unserer Patienten die Reha-Klinik mit neuem Lebensmut, mit mehr Kraft und weniger Schmerzen. Das ist gar nicht mal so wenig", sagt die Onkologin Constanze Junghans.

Das spürt auch Bernd Grimm. Er sei jetzt viel leistungsfähiger. Anfangs ging ihm nach ein paar Schritten schon die Puste aus. "Man muss den Willen haben, selbst etwas gegen den Krebs zu tun, nicht nur andere machen lassen", ist seine Devise. Etwas habe aber die Krankheit in ihm verändert: "Ich warte jetzt nicht mehr, schiebe Reisen oder andere geplante Aktivitäten nicht mehr auf. Wer weiß, wie lange ich dafür noch Zeit habe."


Dr. Constanze Junghans

Paracelsus-Klinik Bad Elster: Seit 2003 ist Dr. Junghans hier Ärztliche Leiterin und Chefärztin für internistische Onkologie. Spezialisiert hat sie sich auf die bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems - die Hämatologie. Die Zusammenarbeit von Kollegen unterschiedlichster Spezialisierung ist besonders im Rehabereich gegeben. Das hat sie an dieser Arbeit fasziniert. Sie schätzt sich als gesundheitsbewusst ein. Krebs-Früherkennungsuntersuchungen nimmt sie konsequent wahr.


Wer hat Anspruch auf eine Reha?

Alle vier Jahre dürfen Erwachsene einen Antrag stellen - wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind

Wer sich das erste Mal mit dem Thema Reha beschäftigt, ist schnell verwirrt. Unzählige Fachbegriffe, verschiedene Formen und Zuständigkeiten machen es Laien schwer, den Durchblick zu behalten.

Was ist eigentlich eine Reha?

Das Wort Rehabilitation bedeutet so viel wie Wiederherstellung. Bei der Reha geht es also darum, den Gesundheitszustand - etwa nach einem Unfall oder einer Krankheit - wiederherzustellen oder eine Verschlechterung zu verhindern. Sie soll dem Patienten die Rückkehr ins Berufsleben bzw. die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen.

Was ist der Unterschied zwischen Reha und Kur?

Mit der Gesundheitsreform im Jahr 2000 wurde das Wort Kur in den Sozialgesetzbüchern durch die Begriffe "Leistungen zur medizinischen Vorsorge und Rehabilitation" ersetzt. Die Vorsorge verfolgt vor allem das Ziel, eine geschwächte Gesundheit zu stärken. Die Kosten müssen grundsätzlich selbst gezahlt werden. Krankenkassen leisten mitunter einen geringen Zuschuss.

Welche verschiedenen Reha-Leistungen gibt es überhaupt?

Am häufigsten werden Leistungen zur medizinischen Rehabilitation angewandt. Erfolgt die Reha unmittelbar nach dem Krankenhausaufenthalt, spricht man von einer Anschlussrehabilitation. Daneben gibt es weitere Reha-Leistungen: die berufliche Reha, die soziale Reha sowie die Reha für Kinder und Jugendliche. Ein Sonderfall ist die Mutter-/Vater-Kind-Kur. Sie zählt, anders als der Name vermuten lässt, als medizinische Rehabilitation für Mütter und Väter.

Wer hat Anspruch auf eine medizinische Rehabilitation?

Grundsätzlich können Menschen jedes Alters eine medizinische Rehabilitation beantragen, wenn sie medizinisch erforderlich ist. Voraussetzung ist allerdings, dass der Patient das Therapieangebot körperlich und geistig bewältigen kann.

Wie und wo kann ich eine Reha beantragen?

Welcher Sozialleistungsträger dafür zuständig ist, hängt maßgeblich vom Alter des Patienten, der Krankheitsursache und der Art der Reha ab. Wer noch erwerbstätig ist, stellt den Antrag für eine medizinische oder berufliche Reha bei der Deutschen Rentenversicherung. Rentner wenden sich an ihre gesetzliche Krankenkasse. Bei Kindern und Jugendlichen sind gesetzliche Krankenkasse und Deutsche Rentenversicherung gleichermaßen zuständig, Bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten sind die Unfallkasse oder die Berufsgenossenschaften zuständig. In bestimmten Fällen übernehmen auch die Agenturen für Arbeit, Sozial- und Jugendämter die Kosten. Übrigens: Wird der Antrag an die falsche Stelle geschickt, ist diese verpflichtet, ihn binnen 14 Tagen an den zuständigen Träger weiterzuleiten. Private Krankenkassen zahlen - sofern der Versicherte keinen speziellen Kurtarif abgeschlossen hat - nur für eine Anschlussreha. Und das auch nur für ausgewählte Indikationen wie Kardiologie und Orthopädie sowie unter ganz bestimmten Voraussetzungen.

Benötige ich für den Antrag ein Rezept vom Arzt?

Das hängt vom Kostenträger und der Art der Reha ab. Die Anschlussreha kann nur vom Krankenhaus eingeleitet werden. Geht der Antrag an die Rentenversicherung, genügt in der Regel ein Befundbericht vom behandelnden Arzt. Krankenkassen verlangen eine Verordnung, die seit einigen Jahren jeder niedergelassene Arzt ausstellen darf. Ist die Unfallversicherung zuständig, müssen die Betroffenen einen sogenannten Durchgangsarzt aufsuchen.

Wovon hängt ab, ob die Reha stationär oder ambulant durchgeführt wird?

Eine medizinische Reha kann ambulant oder stationär erfolgen und hängt u. a. von der Entfernung zum Wohnort ab. Die Entscheidung liegt bei maßgeblich beim Kostenträger. Das Gesetz gibt der ambulanten Reha den Vorrang. Tatsächlich wird allerdings nur ein geringer Teil ambulant durchgeführt, da diese nicht für alle Patienten gleichermaßen geeignet ist. Bei der ambulanten Reha besuchen die Betroffenen tagsüber vier bis sechs Stunden eine Reha-Einrichtung und sind ansonsten in ihrem gewohnten Umfeld, was die Rückkehr in den Alltag erleichtert. Bei der stationären Reha können sie sich ganz der Wiederherstellung ihrer Gesundheit widmen. "Ambulante Reha darf aber nicht mit einer ambulanten Behandlung beim niedergelassenen Haus- oder Facharzt oder einer ambulanten Badekur verwechselt werden", betont Ingo Dörr, Geschäftsführer des Arbeitskreises Gesundheit e. V. in Leipzig.

Wie lange dauert eine Reha?

In der Regel drei Wochen, bei Kindern vier Wochen und bei einigen Erkrankungen wie Sucht auch länger.


Verschiedene Formen

Medizinische Reha: Die Folgen einer schweren Krankheit oder eines Unfalls können mit der Akutversorgung oft nicht gänzlich behoben werden. Die medizinische Reha soll den Betroffenen helfen, in ihren Beruf zurückzukehren oder sie vor einer Pflegebedürftigkeit bewahren.

Berufliche Reha: Sie kann sich an eine medizinische Reha anschließen. Die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (so die offizielle Bezeichnung) bestehen z. B. aus Fortbildungen und Umschulungen. Auch Hilfen bei der Jobsuche gehören dazu.

Soziale Reha: Wenn Menschen nach einem Unfall oder einer Krankheit dauerhaft eingeschränkt sind, können ihnen sogenannte Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft helfen. Das können beispielsweise finanzielle Zuwendungen zum Umbau der Wohnung, für Fahrdienste oder Haushalthilfen sein.

Geriatrische Reha: Wer 70 Jahre oder älter ist, hat einen Rechtsanspruch auf eine geriatrische Reha - vorausgesetzt, der Versicherte leidet unter mindestens zwei typischen Alterserkrankungen wie Demenz oder Immobilität. Die Therapien erfolgen meist in darauf spezialisierten geriatrischen Rehakliniken.

Frühreha: Als Bestandteil der Akutbehandlung beginnt sie bereits im Krankenhaus und kann danach als medizinische Reha fortgesetzt werden. (rnw/sk)


Peter Escher hat die Rentenversicherung Mitteldeutschland zur Reha befragt

 

 

 

Die Rentenversicherung: Mitteldeutschland sitzt in 04159 Leipzig, Georg-Schumann-Straße 146. Kostenloses Telefon 10800 1000 4800

Beratungsstellen finden Sie unter www.freiepresse.de/rehaberatung

Für Rechte von Versicherten setzt sich der Arbeitskreis Gesundheit ein Servicetelefon 10800 100 63 50 

www.arbeitskreis-gesundheit.de

 


So lesen Sie die Tabelle

Die "Freie Presse" hat alle Reha-Kliniken in Sachsen um Auskunft gebeten.

Die Antworten der Kliniken finden Sie hier übersichtlich in Tabellenform.

Kostenträger: Hier sind alle Reha-Träger aufgeführt, die die Leistung für die entsprechende Erkrankung anbieten. Am häufigsten sind das die Deutsche Rentenversicherung (DRV) und die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Die Erklärung zu den Abkürzungen finden Sie in der Legende unterhalb der Tabelle.

Patienten: Die Zahl gibt an, wie viele Patienten im vergangenen Jahr die Klinik besucht haben. Ob diese Patienten alle mit dem gleichen Krankheitsbild - also zum Beispiel nach einer Krebserkrankung - zur Behandlung in dieser Klinik waren, geht daraus allerdings nicht hervor. Die Mehrheit der sächsischen Reha-Einrichtungen hat sich auf mehrere Indikationen spezialisiert, sodass auch diese Patienten in die Zahl einfließen können.

Besondere Leistungen: Hier konnten die Kliniken angeben, welche Therapien sie über das Standardprogramm hinaus anbieten, ob sich die Ausstattung von der in anderen Einrichtungen abhebt oder besondere Patienten aufgenommen werden.

Begleitperson/Kosten: Für manche Patienten ist es wichtig, dass sie während der Rehabilitation ein Familienmitglied in der Nähe haben. Das ist so gut wie überall möglich. Die Preise bewegen sich in der Regel zwischen 40 und 60 Euro pro Tag inklusive Verpflegung.

Weitere medizinische Schwerpunkte: Hier erfahren Sie, welche Erkrankungen in der Einrichtung noch behandelt werden. Aus diesem Grund werden einige Kliniken im Verlaufe der Serie mehrmals in der Tabelle erscheinen.

Qualitätsprüfung: Reha-Einrichtungen sind zu einem Qualitätsmanagement verpflichtet. Dazu gehören sowohl interne als auch externe Kontrollen und Befragungen. Für die Kostenträger übernehmen die Deutsche Rentenversicherung und der Medizinische Dienst der Krankenkassen die Überprüfung. Im Wesentlichen geht es dabei um die gleichen Qualitätsmerkmale, allerdings unterscheiden sich die Methoden und die Darstellung der Ergebnisse.

Damit die Ergebnisse der Kliniken vergleichbar werden, finden Sie bei mehreren medizinischen Fachrichtungen (zum Beispiel Orthopädie) zwei Tabellen - eine mit den Kliniken, die von der Rentenversicherung geprüft wurden und eine mit Kliniken, die die Krankenversicherung bewertet hat. Geprüft werden Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität. Aus der Vielzahl der Parameter haben wir drei ausgewählt, die für Patienten besonders wichtig sind: die Qualität der Therapien und die Zufriedenheit der Patienten mit der Reha insgesamt sowie mit dem Behandlungserfolg. Eigene interne Befragungen haben wir dabei nicht berücksichtigt.

Bei den Kliniken, die von der Rentenversicherung geprüft wurden, erfolgt die Bewertung in Punkten (maximal 100) bzw. Noten (1-6). Die Krankenversicherung errechnet aus den Ergebnissen Mittelwerte. Maximal möglich ist hier eine 10.

Die Kliniken sind aus Datenschutzgründen nicht verpflichtet, diese Ergebnisse zu veröffentlichen. Mit Ausnahme von elf Einrichtungen haben uns alle diese Angaben zur Verfügung gestellt. Wir haben kenntlich gemacht, welche Kliniken die Veröffentlichung abgelehnt haben. Eine Begründung erfolgte in der Regel nicht. Bei einigen Kliniken lagen bei Redaktionsschluss noch keine bzw. keine aktuellen Ergebnisse vor. (rnw/sk)

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