Veränderung braucht innere Motivation - und Selbstliebe ist ein Schritt dahin.
Veränderung braucht innere Motivation - und Selbstliebe ist ein Schritt dahin. Bild: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn
Gesundheit
Mit kleinen Übungen zu mehr Selbstliebe im Alltag

Selbstkritik blockiert oft Veränderungen. Psychologin Stefanie Stahl erklärt, wie Selbstmitgefühl und kleine Alltagsübungen helfen können, sich selbst freundlicher zu begegnen.

Trier.

Sie sind mit Ihren Vorsätzen für 2026 schon gescheitert und machen sich innerlich Vorwürfe? Sie kommen zu Beginn des Jahres nicht in Schwung und kritisieren sich dafür?

Damit sind sie nicht allein. Veränderung, die bleibt, brauche innere Motivation und Selbstmitgefühl statt Selbstkritik, wie Psychologin Stefanie Stahl in ihrem aktuellen Newsletter schreibt. Veränderung von innen anzustoßen sei mit der richtigen Technik aber gar nicht so schwer.

Selbstliebe: Eine Haltung, mit der man sich selbst begegnet

Die Psychologin rät dazu, sich in Selbstliebe zu üben. Was für viele erst einmal ichbezogen klingt, beschreibt Stahl zufolge lediglich eine innere Beziehung zu sich selbst. Selbstliebe sei eine Haltung, mit der man sich begegnet - gerade, wenn man Fehler macht, unsicher ist oder sich überfordert fühlt.

Und diese Haltung ist erlernbar. Dafür braucht es aber "viele kleine, wiederholte Akte von Selbstbeistand im Alltag", wie die Psychotherapeutin in einem Beitrag auf ihrer Webseite schreibt.

"Innere Führung": Stärkende Worte an sich selbst 

Dazu eignen sich ganz praktische Übungen. Zum Beispiel eine zur "liebevollen inneren Führung", bei der es darum geht, in herausfordernden Momenten bewusst eine innere Stimme zu aktivieren, die einen "hält statt antreibt".

Dazu kann man sich eine Situation zurückversetzen, in der man sich selbst kritisiert hat. Etwa, weil man seine Vorsätze für das neue Jahr verfehlt hat. 

Im zweiten Schritt kann sich nun eine Person vorstellen, die einen kennt und einem beisteht. 

Jetzt überlegt man sich: Welche Worte würde diese Person wählen, wenn sie einen trösten und stärken wollte? 

Genau diese Worte kann man übernehmen und sich selbst innerlich zusprechen.

Die Psychologin betont auch, dass der Weg zu mehr Selbstliebe auch von Rückschritten geprägt ist. Sie seien Teil des Lernprozesses und sollten nicht als Scheitern verstanden werden. (dpa)

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