Rheumatoide Arthritis: Rebellische Gelenke operieren

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Mehrfache OPs an Gelenken und Sehnen: Das brachte eine rheumatoide Arthritis früher häufiger mit sich. Heutzutage kommen Betroffene oft um Eingriffe herum. Manchmal aber sind sie weiterhin notwendig.

Berlin (dpa/tmn) - Menschen mit rheumatoider Arthritis müssen nach Expertenangaben heutzutage seltener operiert werden - das liegt an immer besser wirksamen Medikamenten, die zur Verfügung stehen.

Man führe weniger operative Entfernungen von entzündlichem Gewebe durch, sagt Prof. Hans-Dieter Carl von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie. «Auch künstliche Gelenke werden seltener eingesetzt als noch vor 20 Jahren.»

Manchmal sprechen einzelne Gelenke auf die medikamentösen Behandlungen jedoch nicht an. «Rebellische Gelenke» werden sie von den Fachleuten genannt. Sie schmerzen und bleiben geschwollen.

Bringt hier auch ein Wechsel der Medikation keinen Effekt, rät der Orthopäde zu einer sogenannten Synovialektomie. Bei diesem Eingriff wird entzündete Gelenkhaut entfernt. Die Erfolgschancen seien wie bei den Medikamenten umso besser, je früher die Behandlung erfolge, so Carl. «Zeit ist Gelenk - das gilt auch hier.»

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