Verbraucherschützer fordern Steuer für überzuckerte Getränke

Der Coca-Cola-Konzern sei mitverantwortlich für Fettleibigkeit und Diabetes, sagen Ernährungsexperten. Nun soll die Bundesregierung handeln.

1Kommentare

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    Hankman
    05.04.2018

    Zunächst einmal: Ich halte pauschale Ernährungsempfehlungen wie die, dass Kinder und Jugendliche nur einmal pro Woche 240 ml zuckerhaltige Getränke zu sich nehmen, für Unfug. Wer zum Beispiel viel Sport treibt und dabei viele Kohlenhydrate "verbrennt", der kann sicher ein paar Gläser mehr von dem Zeug trinken. Auch reagiert jeder Körper etwas anders auf bestimmte Lebensmittel bzw. -Inhaltsstoffe.

    Trotzdem ist Fakt: Die meisten Limonaden sind einfach überzuckert. Das ist unnötig. Ich hielte es auch für den falschen Weg, einfach einen Teil des Zuckers durch Süßstoffe zu ersetzen (die sind vermutlich ebenfalls ungesund, wenn nicht sogar gefährlich). Besser wären einfach mehr Limonaden, die weniger süß sind. Wie, die Kunden wollen das nicht ...? Doch, viele wollen das schon. Dass andere aber auf überzuckerte Getränke stehen, hat vor allem die Industrie zu verantworten. Sie hat über Jahrzehnte den Geschmack der Kunden geprägt (oder, wenn man so viel, versaut), indem sie vorwiegend zu süße Getränke unters Volk brachte. Und, nein, ich glaube Coca Cola oder Pepsi nicht, dass die Rezepturen dieselben wie vor Jahrzehnten sind. Es macht doch schon einen gewaltigen Unterschied, welche Art Zucker man reinrührt. Ich erinnere mich noch gut an die Pepsi aus den 80er-Jahren, die in Lizenz in der DDR und in der Sowjetunion hergestellt wurde. Die war nicht so süß und schmeckte eher ein wenig nach Apotheke. Vielleicht sollten die Großen der Branche mal ein wenig Risikobereitschaft zeigen und Getränke auch in weniger süßen Varianten anbieten. Von Schweppes gibt es zum Beispiel seit kurzem einen "Dry Tonic" - zusätzlich zur normalen Variante. Sehr gut! Ich wünschte mir auch eine "Coke Dry" mit 30 Prozent weniger Zucker und frei von Süßstoffen. Man sollte es einfach mal probieren.



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