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Statt ständigem Hoch- und Runterdrehen: Wer die Heizung konstant auf niedriger oder mittlerer Stufe einstellt, kommt energiesparender durch den Winter.
Statt ständigem Hoch- und Runterdrehen: Wer die Heizung konstant auf niedriger oder mittlerer Stufe einstellt, kommt energiesparender durch den Winter. Bild: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Haus & Garten
Raum für Raum vorgehen: Temperatur zu Hause clever anpassen

Nicht nur für den Geldbeutel gut: Wie schon kleine Anpassungen die Heizbilanz verbessern und die Energiekosten senken können - und warum sich das sogar positiv auf den Schlaf auswirken kann.

Berlin.

Bereits kleine Veränderungen bei der Raumtemperatur können sich auf der Heizkostenabrechnung positiv auswirken. Wenn man die Temperatur in einem Raum etwa um nur ein Grad Celsius absenkt, reduziert man seinen Energieverbrauch um rund sechs Prozent. 

"Wer beispielsweise im Schlafzimmer die Temperatur von bisher 20 Grad auf 16 Grad reduziert, spart hier etwa 24 Prozent Heizenergie", rechnet Markus Lau vor, Technikexperte beim Deutschen Verband Flüssiggas (DVFG). Auf die gesamte Heizsaison betrachtet, können also bereits geringe Absenkungen zu erheblichen Kosteneinsparungen führen.

Tipp: Am besten auch zu Hause dicke Socken und einen warmen Pulli anziehen - so kann man die Temperatur absenken und Heizkosten sparen, ohne zu frieren.

Wohlfühltemperatur variiert

Nicht alle Zimmer müssen die gleiche Temperatur haben. Es lohnt sich Lau zufolge darüber nachzudenken, wie intensiv und wofür man einen Raum nutzt - so kann man die Wohlfühltemperatur entsprechend einstellen. Bei den meisten Menschen liegt diese laut "Öko-Test" zwischen 19 und 22 Grad. Allerdings kommt es darauf an: Das Bad möge man häufig etwas wärmer, die Küche und das Schlafzimmer oft etwas kühler.

Die Temperatur im Schlafzimmer abzusenken, wirkt sich übrigens nicht nur auf den Geldbeutel positiv aus, sondern auch auf die Nachtruhe. Denn Experten der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin e.V. (DGSM) raten dazu, in einem kühleren Raum zu schlafen. Oft wird eine Temperatur zwischen 16 und 18 Grad für das Schlafzimmer empfohlen. 

Wichtig: Auch ungenutzte Räume sollte man gegebenenfalls heizen: Hier sollte die Temperatur bei mindestens 15 Grad liegen - sonst kann sich Schimmel bilden. Denn Feuchtigkeit schlägt sich besonders schnell an kalten Wänden nieder, so die Verbraucherzentrale NRW.

Thermostat im Blick

Das Thermostat im Raum ständig zu verstellen, davon rät Technikexperte Markus Lau jedoch ab: "Häufiges Hoch- und Runterdrehen der Heizung verbraucht besonders viel Energie." Besser sei es, die Heizung konstant auf niedriger oder mittlerer Stufe einzustellen, "um energiesparend durch den Winter zu kommen." 

Damit man die Temperatur Raum für Raum optimal einstellen kann, informiert "Öko-Test" darüber, was die Zahlen und Symbole am Thermostat bedeutet:

  • Sternchen steht für den Frostschutz - die Heizung nur läuft, wenn bei einer Temperatur von unter fünf Grad Celsius
  • Stufe 1 - entspricht etwa 12 Grad Celsius
  • Stufe 2 - etwa 16 Grad Celsius
  • Stufe 3 - etwa 20 Grad Celsius
  • Stufe 4 - etwa 24 Grad Celsius
  • Stufe 5 - etwa 28 Grad Celsius

Übrigens: Es bringt nichts, das Heizkörperthermostat voll aufzudrehen, damit sich ein Raum schneller aufheizt. Thermostate regeln Lau zufolge die Endtemperatur im Raum - aber nicht, wie schnell das Zimmer warm wird.

Tipp: Gibt es Zimmer mit unterschiedlichen Zieltemperaturen, sollte man die Türen zwischen den Räumen schließen, damit keine Wärme unnötig entweicht, rät die Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e.V (VdZ). 

Das gilt aber nicht in der Zeit, während man die Räume lüftet. Um Schimmel zu vermeiden, sollte man auch in der kalten Jahreszeit Lau zufolge am besten mehrmals am Tag lüften und dabei für Durchzug sorgen. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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