Was gegen Schimmel hilft

Schimmel im Haus ist nicht nur unansehnlich, sondern auch gesundheitsschädlich. Kleine vom Pilz befallene Stellen kann man selbst reinigen. Brennspiritus und Wasserstoffperoxid sind hierbei besonders wirksam.

Düsseldorf (dpa/tmn) - Kleine Schimmelflecken kann man selbst entfernen. Dies sei bei Flächen von bis zu einem halben Quadratmeter empfehlenswert, teilt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen mit. Bei größeren Flecken sollte man aber einen Profi rufen.

Mit 70- bis 80-prozentigem Ethylalkohol, auch als Brennspiritus bekannt, reinigt man unverputzte oder verputzte Wände. Dabei gut lüften, nicht rauchen und ein Kaminfeuer vorher löschen, sonst besteht Explosionsgefahr. Eine Alternative sei eine dreiprozentige Wasserstoffperoxidlösung, die allerdings bleichen kann.

Silikonfugen, Tapeten, Gipskarton- und Spanplatten sollten ganz entfernt und erneuert werden. Am besten die Materialien zuvor befeuchten, damit die Sporen nicht aufgewirbelt werden und sich verbreiten. Insgesamt auch möglichst keinen Staub aufwirbeln und am besten einen Mundschutz mit einem Feinstaubfilter der Kategorie P2 tragen. Zudem Handschuhe und Schutzbrille anziehen, eventuell sogar einen Einwegoverall.

Schimmel auf glatten und geschlossenen Materialien wie Glas, Metall, Lack und Kunststoffe lässt sich den Experten zufolge einfach mit einem Lappen und Haushaltsreiniger abwischen. Textilien und Polstermöbeln besser entsorgen, da man sie nur schwer von Pilzgeflechten und -sporen befreien kann.

Von Putzmitteln zur Schimmelvorbeugung raten die Verbraucherschützer ab. Sie können Kontaktallergien hervorrufen. Auch Essig sei zur Entfernung ungeeignet. Da meisten Pilze bevorzugen ein saures Milieu. Kalkhaltige Flächen können ihr Wachstum sogar begünstigen.

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