Verhaltensnoten in der Schule bringen nichts

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Um das Thema Verhaltensnoten gibt es immer wieder hitzige Diskussionen. Viel Lärm um nichts, wie Ifo-Forscher aus einer Datenanalyse schlussfolgern.

München (dpa) - Die heiß diskutierte Bewertung des Verhaltens von Schülern durch sogenannte Kopfnoten ist nach einer Analyse des Ifo-Instituts bedeutungslos für Bildungserfolg und Berufseinstieg. Die Forscher fanden bei einer Datenanalyse keine größeren Unterschiede zwischen Schülern mit und ohne die Bewertung.

Die kontrovers geführten Debatten um diese Noten seien «viel Lärm um nichts», sagte Ifo-Forscher Florian Schoner. «Weder bei Schulleistungen, Charaktereigenschaften oder der Erwerbstätigkeit können wir bedeutsame Unterschiede für Schulkinder mit und ohne Verhaltensnoten nachweisen», betonte Schoner. Ob es Kopfnoten gab, habe dort also weder positive noch negative Effekte. Ob Schüler und Schülerinnen mit guten Kopfnoten erfolgreicher waren als solche mit schlechten, untersuchten die Experten in der Studie nicht.

Die Forscher hatten für ihre Analyse Daten aus Bundesländern genutzt, in denen sich die Kopfnoten-Praxis änderte - also wo diese Zensuren eingeführt oder abgeschafft wurden. Diese Unterschiede werteten sie aus.

Ein möglicher Erklärungsansatz für die Wirkungslosigkeit ist den Forschern zufolge, dass der Informationsgehalt der Noten gering sei. Die Fachnoten der Schüler schlössen das Verhalten und die Mitarbeit ja bereits zum Teil ein.

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