Verzicht auf Pausen steigert nicht die Produktivität

Aus Angst ihr Pensum nicht zu schaffen, machen viele Arbeitnehmer keine Pause. Warum das die falsche Strategie ist, erklärt eine Psychologin.

Hamburg (dpa/tmn) - Ist die To-do-Liste lang und die Arbeitsbelastung hoch, neigen einige Berufstätige dazu, die Pausen auszulassen. Denn dann schafft man schließlich mehr, oder?

Nein, antwortet Psychologin Sabine Gregersen von der Berufsgenossenschaft Gesundheit und Wohlfahrtspflege (BGW). Die Dauerbelastung mache müde. Beschäftigte machen schneller Fehler, die Ergebnisse werden schlechter - und auch die Gefahr für Unfälle steigt.

Die Pause ist aber nur erholsam, wenn sie eine echte Auszeit darstellt, so die Expertin. Das heißt: Nicht am Arbeitsplatz bleiben oder auf die Schnelle den Wocheneinkauf erledigen. Besser: In Ruhe etwas essen oder Zeit mit Kollegen verbringen - ohne zu viel über die Arbeit zu sprechen.

Kurzpausen helfen ebenfalls, den Tag über produktiv zu bleiben. Wer viel am Schreibtisch sitzt, steht immer mal wieder auf und bewegt sich. Alle, die dagegen im Job viel auf den Beinen sind, sollten zwischendurch besser kurz die Füße hochlegen, so Gregersen.

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