Festivalbesuch mit dem Auto – klingt nach Freiheit, braucht aber Planung: Mit diesen Tipps kommt man entspannter hin (und wieder weg).
Festivalbesuch mit dem Auto – klingt nach Freiheit, braucht aber Planung: Mit diesen Tipps kommt man entspannter hin (und wieder weg). Bild: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
Mobilität
Mit dem Auto zum Festival – so klappt’s besser

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Stau, volle Parkplätze und schwaches Handynetz: Wer mit dem Auto zum Festival fährt, braucht mehr als nur gute Laune. Welche Details oft vergessen werden – und wie man clever vorbeugt.

Köln.

Sommerzeit – Festivalzeit. Wer mit dem eigenen Auto anreisen will, bleibt zwar flexibel, hat aber auch ein paar Sachen mehr auf dem Zettel, die zu bedenken sind. So dürfte man schon einmal nicht der Einzige sein, der die Idee hatte, mit dem Auto hinzufahren. Gerade bei bekannten Events wollen Tausende Besucher binnen kurzer Zeit auf dieselben Autobahnen und auf dieselben Zufahrtsstraßen zum Ziel. Lange Staus, Wartezeiten und volle Parkflächen gehören oft dazu, so der Automobil-Club Verkehr (ACV).

Gute Recherche und Planung im Vorfeld sind daher wichtig. Und auch schon für die Rückfahrt nach intensiven Festivaltagen sollte man im Vorfeld genügend Zeitpuffer einplanen, etwa im Zweifel am Folgetag Urlaub nehmen. Wer müde fährt, fährt unkonzentriert und senkt die Reaktionsfähigkeit – das Unfallrisiko steigt. Daher lieber ausgeruht als zu früh starten. So sei die Abfahrt direkt nach dem letzten Konzert oder in den frühen Morgenstunden am kritischsten. Aber auch wer vermeintlich fit startet: Machen sich Anzeichen von Müdigkeit breit, sollte man pausieren oder sich beim Fahren abwechseln.

Checkliste, die man vor der Abfahrt abgearbeitet haben sollte:

  • Sind die Tickets fürs Festival selbst und etwaige Parktickets und andere Unterlagen griffbereit? Tipp: Digitale Dokumente wie etwa Tickets, Parkberechtigungen und Kartenmaterial sollte man offline auf dem Handy speichern. Denn auf Festivalgeländen seien Mobilfunknetze aufgrund des hohen Besucheraufkommens häufig überlastet, so der Verkehrsclub.
  • Sind die genauen Zufahrtsregeln und Öffnungszeiten bekannt? Einige Veranstalter bieten feste Parkflächen oder separate Zufahrten, die aber zuvor reserviert werden müssen.
  • Die Anreiseroute und mögliche Alternativen sollten geplant sein.
  • Ist das Auto technisch okay? Der Tank sollte voll und der Reifendruck in Ordnung und an Beladung und Insassen angepasst sein. 

Diese Dinge beim Packen nicht vergessen

Klar, welche Bandshirts, ob oder in welchen Mengen Alkohol und andere Ausstattung fürs Campen, Feiern und Co. mitsollen, kann man nur selbst entscheiden. Doch auch hier helfen ein paar Tipps, um bei der Autoanreise besser vorbereitet zu sein:

  • Sonnenschutz für Front- und Seitenscheiben und auch warme Decken nicht vergessen, falls man im Wagen übernachtet. Denn während sich Autos über den Tag je nach Wetterlage stark aufheizen, können die Temperaturen in der Nacht selbst im Sommer oft deutlich sinken, so der ACV.
  • Nicht fehlen sollten Getränke und Snacks für die Anreise, falls man mal länger im Stau steht. Daher kann auch eine Kühlbox gute Dienste leisten. 
  • Wichtige Dokumente sollten möglichst immer griffbereit eingepackt werden.

Auf der technischen Seite können Starthilfekabel oder ein Booster, ein Zweitschlüssel fürs Auto und eine Powerbank hilfreich werden. Auch ein Abschleppseil kann gute Dienste leisten, falls man später aus matschigem Grund gezogen werden muss. Dazu unbedingt die Betriebsanleitung des Autos studieren.

Wer Geräte wie Smartphones, Kühlboxen auf dem Festival über das Auto betreiben oder laden will, sollte die Stromversorgung im Blick behalten. Wer mehrere Geräte über längere Zeit betreibt, kann die Autobatterie erheblich belasten. So sollten möglichst alle elektronischen Geräte bereits vor dem Losfahren vollständig aufgeladen werden. Auch alternative Stromquellen wie etwa Solar-Powerbanks in Betracht ziehen.

Gut angekommen - dann kann’s ja losgehen, oder?

Idealerweise kann man sein Auto auf möglichst festem und ebenem Untergrund abstellen. Denn auch eine trockene Wiese kann nach einem Regen fix zur Matschlandschaft werden. Natürlich ist darauf zu achten, dass weder Rettungswege, andere Fahrzeuge noch Zufahrten versperrt werden. Und wie auch sonst gilt: Bevor man das Auto verlässt, sollte man Wertgegenstände nicht sichtbar liegenlassen. (dpa)

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