Wer mit hohem Tempo durch ein Schlagloch fährt, riskiert Schäden an Lenkung, Radaufhängung, Reifen und Felgen.
Wer mit hohem Tempo durch ein Schlagloch fährt, riskiert Schäden an Lenkung, Radaufhängung, Reifen und Felgen. Bild: Jens Büttner/dpa/dpa-tmn
Mobilität
Schlagloch-Schäden am Auto: Wer zahlt?

Der lange Winter mit Schnee und Eis hat vielen Straßen in Deutschland Schlaglöcher beschert. Wer zahlt, wenn das Auto dadurch Schaden nimmt - und wie man vorgehen sollte.

Berlin.

Reifen und Felgen beschädigt, die Spurstange verbogen, Risse in der Ölwanne - die Fahrt in ein Schlagloch kann viele Schäden verursachen. In der Regel zahlt die Vollkaskoversicherung. Staatliche Hilfe gibt es dagegen nur in Ausnahmefällen, erklärt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Vollkasko ist zuständig

Wer eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen hat, sollte den Schaden dokumentieren und seiner Versicherung melden, damit sie die Reparatur zahlt, abzüglich einer möglichen Selbstbeteiligung. Dagegen seien die Hürden für Schadenersatzansprüche gegen den Staat hoch, so der GDV.

Der Pflicht etwa einer Kommune, die Straßen in einem verkehrssicheren Zustand zu halten, steht laut dem Auto Club Europa (ACE) die Pflicht der Autofahrenden gegenüber, ihre Fahrweise an den Straßenzustand und die Witterung anzupassen. Und schon mit einem aufgestellten Warnschild könne sich ein Haftungsanspruch erledigen.

Gründlich dokumentieren

Der ACE rät Betroffenen, sowohl den Straßenzustand und die genaue Verkehrssituation als auch den Schaden am Fahrzeug mit Fotos festzuhalten, die zulässige Höchstgeschwindigkeit sowie die Namen und Anschriften möglicher Zeugen zu notieren und die Polizei zu verständigen. 

Denn möchte man Schadenersatz vom zuständigen Straßenbaulastträger fordern, hilft eine besonders genaue Dokumentation. Vor einer Schadenersatzforderung sollte man allerdings laut ACE die Erfolgsaussichten einmal anwaltlich einschätzen lassen. (dpa)

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