Wann und warum wurde dieMaxhütte Zwickau stillgelegt?

(Diese Frage hat Frieder Schellenberg aus Rechenberg-Bienenmühle gestellt.)

Kurz gefasst: Das König-Albert-Werk, im Volksmund Maxhütte genannt, war ein sächsisches Eisenwerk in Lichtentanne bei Zwickau. Das Werk gehörte zum Eisenwerk Maximilianshütte mit Sitz in Sulzbach-Rosenberg und wurde 1898 gegründet. Die Geschichte des Stahlwerks mit Block- und Fertigstraßen sowie Blechwalzwerk ab 1901/02 war sehr wechselhaft und von Rückschlägen geprägt. Während des Ersten Weltkriegs kam es 1914 zur ersten Stilllegung des Blechwalzwerks. Dagegen wurde ein Jahr später Vollbeschäftigung erreicht, auf die jedoch nach der Kohlennot 1916 ein weiterer Stillstand des Betriebs 1917 folgte. Der Anfang vom Ende war die Übernahme der Sächsischen Staatseisenbahnen durch die Deutsche Reichsbahn 1920, durch die der Schienenbedarf der Eisenbahn nun auch bei anderen Werken gedeckt werden konnte. Ein neues Feinblechwalzwerk, das 1926 bei der Maxhütte in Betrieb ging, konnte das nie ganz auffangen. Das endgültige Aus für die Maxhütte erfolgte, wohl im Zuge der allgemeinen Wirtschaftskrise im Deutschen Reich, im Dezember 1930. Was bliebist die Werkssiedlung Maxhütte, die seit 1939 nach Neuordnung der Flur zur Stadt Zwickau gehört. (tk)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...