Wann wird bekanntgegeben, woran Elvis Presley gestorben ist?

Stimmt es, dass die Todesursache von Elvis Presley erst 50 Jahre nach seinem Tod bekanntgegeben wird? (Diese Frage hat Günther Mühlbrant aus Plauen gestellt.)

Da müssen wir ja zunächst mal davon ausgehen, dass Elvis wirklich tot ist. Im Ernst, es gibt ja zahlreiche Verschwörungstheorien, laut denen der "King" tatsächlich noch lebt. Dann würde er im Januar kommenden Jahres 84 Jahre alt.

Nehmen wir aber mal den wahrscheinlicheren Fall, dass er am 16. August 1977 auf seinem Anwesen "Graceland" Memphis im US-Bundesstaat Tennessee gestorben ist. Seine damalige Verlobte Ginger Alden fand ihn mittags tot im Badezimmer. Da Elvis zwar ein US-Nationalheiligtum ist, aber eine Privatperson war: Wer hätte rechtlich bindend bestimmen sollen, wann Umstände über seinen Tod bekanntgegeben werden sollen? Eine solche Sperrfrist gibt es jedenfalls nicht.

In der Tat war es für die Fans eine große, bittere Überraschung als seinerzeit die Nachricht vom Ableben des "King of Rock 'n' Roll" durch die Medien ging. Aber noch im Monat seines Todes wurden als vorläufige Todesursachen plötzlicher Herztod und Arrhythmie angegeben. Zwei Monate später waren alle Untersuchungen beendet. Es wurde festgestellt, dass Elvis Presley an einer hypertensiven Herzkrankheit, also chronischem Bluthochdruck gestorben war. Einige Pathologen widersprachen dem, denn laut ihren toxikologischen Tests sei Elvis daran gestorben, dass er zu viele Medikamente eingenommen hatte. Die Folge war ein Expertenstreit, der sogar vor Gericht ging und über 20 Jahre andauerte.

Am Ende und nach weiteren Untersuchungen hieß es wieder, Medikamente hätten keine Rolle bei dem plötzlichen Tod der Musiklegende gespielt. Die ursprüngliche Diagnose wurde bestätigt. Was indes nicht heißt, dass Elvis nicht dennoch ungesund viele Arzneimittel zu sich genommen hätte. Seine Ex-Frau Priscilla, die auch nach der Ehe für den Sänger eine enge Vertraute blieb, berichtete unlängst in einer US-Fernsehdokumentation, sie und Elvis Presleys Umfeld hätten es nicht geschafft, den Star von den Medikamenten abzubringen - dafür sei er zu übermächtig gewesen - und beratungsresistent: "Die Leute fragen ständig, warum keiner etwas unternommen hat? Nun, das ist nicht wahr." Viele Menschen, denen an ihm lag, hätten es versucht, aber ein Elvis Presley habe sich nichts vorschreiben lassen. Wer es versucht hätte, so die 72-Jährige, die von 1967 bis zur Scheidung 1973 mit Elvis verheiratet war, sinngemäß, wäre rasch vom Hofe des "King" verstoßen worden. (tk)

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