Wann wurde erstmals die Höhe des Mount Everest gemessen?

(Diese Frage hat Gunter Fuchs aus Pockau gestellt.)

Die erste dokumentierte Messung erfolgte ab 1852 durch den indischen Mathematiker Radhanath Sikdar, der rund 20 Jahre zuvor von Sir George Everest, einem Landvermesser im kolonialen Indien, als Hilfsmathematiker in sein Team geholt worden war, als es um die Landvermessung des indischen Subkontinents ging. Damals hatte der Mount Everest, den die Einheimischen in ihren Sprachen "Heiliger Berg" nannten, in der Liste der aus weiter Distanz - Nepal ließ keine Landvermesser herein - erkennbaren Berggipfel nur die römische Nummer 15. Der Berg wurde von sieben verschiedenen Vermessungspunkten aus anvisiert, die über eine Strecke von mehr als 220 Kilometern verteilt waren. Auf Grundlage dieser Messergebnisse stellte Sikdar umfangreiche Berechnungen an, mit deren Hilfe er Fehlerquellen wie Lichtbeugung, Temperatur- und Luftdruckschwankungen berücksichtigte. 1852 kam er zu dem Ergebnis, dass "Peak (Gipfel) XV" 29.002 Fuß hoch sein müsse: 8840 Meter. Everests Nachfolger Andrew Scott Waugh überprüfte das Ergebnis mehrfach und rang sich 1856 dazu durch, der Royal Geographical Society mitzuteilen, dass Peak XV damit der höchste Berg der Welt sei. Auf Waughs Vorschlag hin wurde der Berg nach seinem Vorgänger benannt. Bis heute allerdings in falscher Aussprache: Der Familienname wird "Ívrest" artikuliert. (tk)

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.