Warum bekommen Frauen so leicht kalte Füße?

Frauen leiden sehr oft an kalten Füßen, auch wenn die Wohnung warm ist, aber wenn sie dann ein Glas Wein trinken, rutscht der Alkohol schlagartig nach unten, und die Füße werden warm. Wie kommt das? (Diese Frage hat Volker Eibisch aus Zschorlau gestellt.)

Eine Frau produziert generell weniger Körperwärme als ein Mann. Was an diversen Faktoren liegt, wie etwa ihrer geringeren Muskelmasse und ihrer schwächeren Produktion von Schilddrüsenhormonen, sowie umgekehrt ihrem hohen Pegel an Östrogen, das im Unterschied zum männlichen Sexualhormon Testosteron ein Energiesparhormon ist.

Das Problem dabei: Wer weniger Körperwärme hat, droht eher auszukühlen, und dann muss er die ihm bleibende Wärme dort konzentrieren, wo sie besonders dringend gebraucht wird, nämlich im Körperkern, also in den Brust- und Baucheingeweiden. Aus diesem Grunde kriegen Frauen relativ schnell kalte Füße. Denn schon geringe Störfaktoren wie etwa ein kühler Abend oder auch Müdigkeit und Erschöpfung reichen aus, dass die Blutgefäße in ihren Füßen (und oft auch an den Händen) "dichtmachen", damit dort weniger Wärme abgestrahlt werden kann und die Wärme im Körperkern gesichert bleibt. Messungen haben ergeben, dass Frauenfüße mitunter bis auf unter zehn Grad abkühlen. Das ist nicht schlimm, die Extremitäten halten das besser aus als die inneren Organe, die ihre 37Grad brauchen, um zu funktionieren.

Alkoholhaltige Getränke können diesen Effekt jedoch umkehren. Sie öffnen den Blutfluss in der Haut der Extremitäten, was dort als wohlig strömende Wärme registriert wird. Allerdings mit der Konsequenz, dass an anderen Stellen weniger durchblutet wird. Beispielsweise im Gehirn. Und deswegen folgt den wiedererwärmten Frauenfüßen in der Regel schon bald eine bleierne Müdigkeit. (jzl)

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