Warum hat manche Apfelsorte eine so harte Schale?

Dass Äpfel sehr gesund sind, ist bekannt. Jeder Mensch sollte deshalb täglich einen Apfel essen, weil Äpfel viele Vitamine besitzen, die sich vor allem unter der Schale befinden. Mitunter muss man aber den Apfel schälen, weil die Schale so hart ist, dass sie im Mund verbleibt. Woran liegt das? (Diese Frage hat Werner Schmidt aus Werdau gestellt.)

Es wäre in der Tat schade, wenn man aus Verzehrgründen die Schale des Apfels opfern müsste. Denn wie bei vielen anderen Obst- und Gemüsesorten sitzen dort besonders viele gesundheitsfördernde Nährstoffe. In Studien zerkleinerte man geschälte und naturbelassene Äpfel und analysierte daraufhin deren Inhaltsstoffe. Es zeigte sich: Das geschälte Obst enthielt nur halb so viel Vitamin C und Folsäure wie die ungeschälte Variante. Aus anderen Untersuchungen weiß man, dass direkt unterhalb der Schale besonders viele Flavonoide sitzen, die mittlerweile von Wissenschaftlern als wirkungsvolle Antioxidantien (sie schützen den Organismus vor aggressiven Sauerstoffradikalen und damit vor Krebs und Arteriosklerose) eingeschätzt werden.

Besser also, man isst den Apfel samt Schale. Die kann allerdings tatsächlich hart und im Kauen etwas widerborstig sein, was wesentlich von der Beschaffenheit und Verflechtung ihrer Faserstoffe abhängt. Und die hängen wiederum ab vom Reifegrad (Frühäpfel sind meistens weich, man findet sie aber wegen ihrer kürzeren Haltbarkeit nur selten im Handel) sowie von der Apfelsorte. "Jonagold", "Pinova", "Red Delicious" und "McIntosh" etwa sind eher mit harter Schale ausgestattet, und der "Elstar" ist frisch gepflückt noch hart, wird aber beim Lagern recht schnell weich. Durchgehend wachsig-weich sind demgegenüber "Shampion" und "Granny Smith". (jzl)

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