Was ist aus Volksmusikstar Belsy geworden?

Was ist aus der hübschen Belsy geworden, die zusammen mit Florian Fesl im Jahr 2010 den letzten Grand Prix der Volksmusik gewonnen hat? Erst hieß es, sie sei krank, und Florian Fesl muss allein auftreten. Dann kam das Liebes-Aus mit Florian, und jetzt ist sie wie vom Erdboden verschluckt. Was ist los mit ihr? (Diese Frage hat Christa Winter aus Zwickau gestellt.)

Den Lesern, die in der volkstümlichen Musik nicht so daheim sind, müssen wir erst einmal erklären, wer Belsy ist. 1984 im südwestindischen Bundesstaat Kerala geboren, wurde sie im Alter von einem Jahr von dem Hoteliersehepaar Erika und Raimund Demetz aus Wolkenstein in Gröden (Südtirol) aus einem Waisenhaus heraus adoptiert und kam irgendwann als Kind mit der in Südtirol heimischen volkstümlichen Musik in Berührung. Bereits mit sieben Jahren nahm sie am internationalen Kinderfestival Zecchino d'Oro teil. Im Laufe ihrer Karriere brachte sie es zur erfolgreichsten Teilnehmerin an den Grands Prix der Volksmusik, mit zwei Siegen im Duett, neben Fesl einmal mit Rudy Giovannini 2006, sowie einem 2. und einem 3. Platz als Solistin. Am 10. Mai 2014 gab sie bekannt, dass sie zum Jahresende ihre Gesangskarriere beenden werde, um ihre Adoptiveltern bei der Arbeit im familieneigenen Hotel zu unterstützen. Immerhin hatte sie parallel zu ihrer Volksmusikkarriere auch eine Berufsausbildung zur Hotelfachfrau absolviert.

Dass es nun Zeit sei, den Eltern zur Hand zu gehen, war allerdings nur ein Teil der Wahrheit. Denn wie sie im vergangenen November im Kurzinterview mit dem deutschsprachigen Südtiroler Wochenmagazin "FF" bekannte, hatte sie 2014 auch "keine rechte Lust mehr" auf den Volksmusikzirkus - und war zudem gerade schwanger geworden. Mithin, meinte sie, habe es sich um einen guten Zeitpunkt gehandelt, die Karriere zu beenden. Das habe sie bis heute nicht bereut. Momentan, berichtete sie der regionalen Zeitschrift, sei sie überdies mit ihren Aufgaben als Mutter eines dreijährigen Buben und als Mitarbeiterin im Hotel ihrer Eltern gut ausgelastet.

Das Singen hat sie dennoch nicht ganz aufgegeben, wie die 34-Jährige dem Bozener Magazin weiter berichtete: "Ich bin in einem Chor. Das macht mir Spaß und ist sozusagen mein Hobby. Als Chor singen wir hauptsächlich auf Hochzeiten. Wir sind schon auf etlichen Hochzeiten in ganz Südtirol aufgetreten. Wir sind alle ungefähr gleich alt, haben Kinder, und uns verbindet sehr viel. Und nicht ganz unwichtig: Wir müssen auch nicht ständig proben. Das gefällt mir auch ganz gut." (tk)

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