Was sind die haarsträubendsten Todesfälle?

Welche Todesfälle gingen in die Geschichte ein, weil sie besonders skurril waren?

Da gibt es mehrere, zum Beispiel den: Am 1. August 1985 gab es für die Rettungsschwimmer von New Orleans in den USA einen Grund zum Feiern: die allererste Saison seit Bestehen der Einheit, in der es keinen Ertrunkenen zu beklagen gab. Also wurde eine große Party organisiert, zu der 200 geladene Gäste kamen, die Hälfte von ihnen waren Rettungsschwimmer. Dann aber passierte das, was unglaublich klingt, aber anschließend in der New York Times zu lesen war: Nach der Feier fand man den 31-jährigen Jerome Moody auf dem Grund des Pools - er war ertrunken.

Wasser wurde auch dem englischen Schriftsteller Arnold Bennett zum Verhängnis. Er wollte seinen Freunden beweisen, dass das Leitungswasser in Paris, allen Unkenrufen zum Trotz, sehr wohl trinkbar sei und leerte ein großes Glas bis auf den Boden. Hätte er doch besser auf die Warnungen gehört. Am 27. März des Jahres 1931 verstarb der zuvor Kerngesunde an Typhus.

Anders lag der Fall bei Hans Staininger, dem Mann mit dem damals wohl längsten Bart der Welt. Der Stadthauptmann des oberösterreichischen Braunau am Inn stürzte am 28. September 1567 zu Tode, als sich sein etwa zwei Meter langer, mehrfach um den Hals geschlungener Bart sozusagen selbstständig machte und ihn stolpern ließ. Der haarige Übeltäter selbst hat übrigens seinen Träger überlebt und ist heute noch im örtlichen Bezirksmuseum zu besichtigen.

Eine Verkettung unglücklicher Umstände war es auch, die im Oktober des Jahres 1988 in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires drei Menschen das Leben kostete. Aus ungeklärten Umständen fiel dort ein Pudel von einem Balkon und streckte dabei den Passanten zu Boden, der just in diesem Moment unter ihm spazieren ging - das war beider Tod. Ein Augenzeuge der Szenerie, gebannt durch die unglaublichen Geschehnisse, passte nur einen Moment lang nicht auf - was sich im belebten Hauptstadtstraßenverkehr auch sofort rächen sollte: Er wurde mit voller Wucht von einem Bus erfasst. Damit aber nicht genug: Den dritten Toten (vom Pudel mal abgesehen) gab es, da auch dieser Unfall von Augenzeugen beobachtet wurde - einer von ihnen hatte ein schwaches Herz.

Härter im Nehmen war da Bobby Leach, der erste männliche Bezwinger der Niagarafälle; er befuhr sie in einem Fass. 1911 wurde er für diese Meisterleistung, die ihm einen halbjährigen Krankenhausaufenthalt bescherte, in ganz Amerika als Held gefeiert. Nicht ganz so heronenhaft war sein Abgang im Jahre 1926. Er rutschte auf einer Orangenschale aus und brach sich dabei so kompliziert das Bein, dass es amputiert werden musste. Der Wundbrand brachte ihm zwei Monate später den Tod.

Unschön auch der Tod der amerikanischen Tänzerin Isadora Duncan am 14. September 1927. Zwar verabschiedete sie sich von ihren Freunden noch wenige Sekunden zuvor mit den Worten: "Lebt dann wohl meine Freunde, ich fahre jetzt in den Himmel!", aber eigentlich war das nur als Spaß gedacht. Da konnte sie nämlich noch nicht wissen, dass sich ihr langer Seidenschal in den Radspeichen ihres offenen französischen Flitzers der Marke Amilcar verfangen würde und ihr mit einem Ruck das Genick brechen würde. (csa)

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