Welche Fremdsprachen müssen Diplomaten beherrschen?

Muss ein Botschafter die Sprache des Landes sprechen, in das er entsendet wird? (Diese Frage stellte Jürgen Nuß aus Chemnitz.)

Schon bei der Personalauswahl wird auf bereits vorhandene Kenntnisse wichtiger Sprachen geachtet, heißt es aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. So werden bei Bewerbern mindestens Englisch und eine weitere Fremdsprache vorausgesetzt. Ist die zweite Fremdsprache nicht Französisch, werden auch Grundlagen darin verlangt. In Langzeitprogrammen können außerdem neue Sprachkenntnisse erworben oder bereits vorhandene Grundkenntnisse vertieft werden. Steht eine Versetzung an einen Dienstposten kurz bevor, nutzen viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorbereitende Sprachkurse und verbessern ihre Sprachkenntnisse während des Aufenthalts am ausländischen Dienstort weiter.

Dennoch ist es angesichts des Rotationsprinzips nicht immer und überall machbar, dass eine Botschafterin oder ein Botschafter die Landessprache des Gastlandes spricht. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des höheren Dienstes wechseln alle drei bis vier Jahre den Arbeitsort und das Themenfeld. Dolmetscher und Übersetzer an den Auslandsvertretungen helfen dann bei Gesprächen, Reden oder im diplomatischen Schriftverkehr. (röpf)

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