Corona-Pandemie: Das Reisen wird riskanter

In vielen Regionen Europas steigen die Infektionszahlen mit Covid-19 wieder deutlich an. Die Bundesregierung hat deshalb die Anzahl der ausgewiesenen Risikogebiete deutlich erhöht. Schnelltests könnten die Sicherheit in vielen Fällen erhöhen.

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1010 Kommentare
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    1
    KTreppil
    25.09.2020

    Wenn einer eine Reise macht, hat er viel zu erzählen, manchmal leider auch von Ärger...
    Ich habe wenig Ahnung von den Geschäftsgewohnheiten der Branche, denke aber, dass es dem Schneeballsystem nahe kommt. Das wird wohl jetzt auch das Problem vieler Unternehmen sein. Dennoch behalte ich ein gewisses Verständnis, auch, weil ich gerne reise und hoffe, dass auch in Zukunft noch erschwingliche Reisen möglich sind. Momentan kann man aber leider wenig optimistisch sein, die Politik trägt jedenfalls nicht zu Optimismus bei. Natürlich ist Fernweh ein Luxusproblem, aber die Welt ist zu schön, um sich ab jetzt nur noch zuhause ein zu igeln....

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    harzruessler1911
    25.09.2020

    @KTreppil

    Eine Frage : Zahlen grundsätzlich die Reiseveranstalter die Anzahlungen, nachweisbar direkt nach dem der Kunde an den Reiseveranstalter gezahlt hat, bereits an die Fluggesellschaften, Hotels usw. oder ist das unterschiedlich und das Geld bunkert bei denen irgendwo bis 2 Wochen vor Reiseantritt???

    Vorwort:
    Wie gesagt, die kleinen Reisebüros nehme ich aus, ich denke denen sie die den RV genauso wurscht wie wir.

    Ich kann Dir jetzt eine Erfahrung aus 2018 von einem sehr bekannten großen Reiseveranstalter erzählen: soviel es war menschenverachtend und das hier vor allem mit den Flugzeiten Schindluder getrieben wird, oder würdest Du erwarten, wenn der Der Flieger z.B. am 22.09.2020 01:45 geht , Du bereits am 21.09.2020 um 12: 00 aus dem Zimmer geschmissen wird, ohne das es den bestimmten Reiseveranstalter ( andere haben dies übrigens zugunsten Ihrer Kunden gelöst ein schweizer Veranstalter und da war ich überrascht Schau ins Land Reisen) auch nur annähernd interessierte , dass wir ein kleines Kind dabei hatten damals 5 Jahre alt und ich deutlich sichtbar ( Glatze war ja nicht freiwillig) von meiner Krankheit gekennzeichnet war.
    Dazu war das Hotel fast leer ( Ägypten Sharm el Sheik Erholungsphase wegen Terror). Spätere Antwort des Veranstalters: Sie hätten doch irgendwo draußen , bis zur Flughafenverbingung ( der im Übrigen nur ein paar Minuten weg war) spazieren gehen können und Besichtigungen durch führen können ( wahrscheinlich in die Moschee wo damals der Anschlag verübt wurde???) . Wir hatten bewusst nur einen Badeurlaub und eine Unterwasser- Bootsbesichtigung fürs Riff gebucht, , aufgrund meiner Situation und der Situation im Gebiet zur Erholung, wie man sich denken kann.
    Aktuelle Erfahrungen
    Nun gut am Ende kopiere ich Dir mal die Originalbuchung und das neue „“ Angebot „ rein.
    Auf den ersten Blick 173€ „billiger ( ohne die noch gewollten Umbuchungsgebühren) „ Aber jetzt kommt es, beachte wieder mal die Flugzeiten ( wir hatten nämlich bewußt eine Reise mit Etihad gebucht und auf die Zeiten geachtet.
    Statt Etihay jetzt Charterflug mit der bulgarisch/türkischen Billigstfluggesellschaft Holiday Europe (5Q), verfügt über gerade mal 3 Flieger. Statt wie bei Etyhad 23kg Normalgepäck-7 kg Handgepäck ( aktuell kann man kostenfrei mit aufgeben ) + 5 kg Persönliches Gepäcke ( wie Laptop , Handtasche o.ä) macht 35 kg insgesamt bei Holiday Europe 20 kg (oder nur 15) + 5 kg = 28 Kg Mehrpreis für die Differenz von 9 kg wären de HE Nehmen wir mal an jeder von schöpft die Gepäckgrenze immer aus, da wir es eben brauchen , dann würden uns jetzt 27 kg fehlen – nun kommt Übergepäck ich veranschlage mal Rynair ( keine Angaben bei HE gefunden ) pro kg 20€ sind bei 27 kg = 540 € Aufpreis .
    Im Gegensatz zu Etihad muss man die Bordverpflegung zusätzlich bezahlen, sage habe mal nachgesehen bei 3 Personen muss man mit mind. 50 € dafür rechnen (wenn man 1 x isst – Menü)
    Dann wurden die Übernachtungen von 10 ÜN auf 6 ÜN gekürzt, wegen Reiseveranstalter muss man das Zimmer al letzten Tag 12:00 verlassen und kann es bei Anreise erst ab 15:00 beziehen. Rail § Fly entfällt gleich mal ganz. Also noch mal zusätzlich mind. 64€ für die günstigste Variante Flug zum Flughafen. Würden wir jetzt noch die 4 Nächte nachbuchen, ok ich glaube jetzt brauche ich keine Zahlen mehr nennen. Denn das Preisleistungsverhältnis das Umbuchungsangebot hat nicht annähernd was mit dem Originalangebot zu tun.
    Allein nur die sogenannten Nebenkosten, wöllte ich die exakt gleiche Leistung zukaufen wollen, müssten wir jetzt ca. 664€ zusätzlich berappen (wie gesagt das sind jetzt aber keine Umbuchungsgebühren die die noch wollen und die fehlenden 4 ÜN mit HP dabei)
    Wenn jetzt von mir noch jemand in irgendeiner Weise Verständnis oder gar Mitleid, für diese Art Reiseveranstalter verlangt (Sitz München) und meinem Bekannten hat man bei einem Reiseveranstalter aus Leipzig noch übler mitgespielt, weil der jetzt nicht nur der Anzahlung sondern satten 3000 € hinterher rennt und was da abging war meiner Meinung nach sogar offensichtlicher Betrug.

    Hier Damit Du Dir das selbst ansehen kannst , das Angebot und die Originalbuchung (leider ist es ja nicht möglich die Nachweise dafür hochzuladen) .
    Das war das Umbuchungsangebot
    Reisetermin 16.07.2021 - 23.07.2021

    Hinflug am 16.07.2021:
    MUC-DWC-A 5Q 5108 20:55 05:00+20kg

    Rückflug am 23.07.2021:
    DWC-MUC-A 5Q 5107 07:00 11:50 20kg

    Hotel vom 17.07.2021 -23.07.2021:
    (RKT412) HILTON RKT RESORT
    Doppelzimmer
    Verpflegung Halbpension

    Das war unsere Originalbuchung:

    Pauschalreise nach Ras Al Khaimah inklusive Transfer
    13.07.20 - 23.07.20
    Flug von München nach Abu Dhabi
    HILTON RKT RESORT (Code: RKT412)
    Al Maareedh Street
    AE 11133 Ras Al Khaimah
    Landeskategorie: 5 Sterne (13.07.20 - 23.07.20 / 10 Nächte)
    1 Guest Room King
    Halbpension EUR 1097,00 * 2 = EUR 2194,00
    Kinderberechnung 9 Jahre EUR 496,00
    Reisepreis EUR 2690,00

    Also ich sehe in dem Veranstalter des RV keinen großen Unterschied , egal ob mit oder ohne Corona, nur dass es jetzt massenweise ist.

    Allerdings fiel mir mal auf , dass zumindest ich glaube Tui, was die Stornozeiträume anging, viel entgegenkommender war , um Ihren Kunden bessere Planungssicherheit zu geben. Weiß jetzt aber nicht wie es sonst dort ausschaut.

  • 5
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    saxon1965
    25.09.2020

    @KTreppil: Ich gebe ihnen Recht mit ihrem Plädoyer für die Reisebranche, die natürlich stark existenzgefährdend gebeutelt wird. Leider wird es sich nicht auf dieser Branche beschränken bzw. es gibt bereits jetzt ähnlich im Niedergang befindlichen Branchen.
    Allerdings habe ich das Gefühl, dass man Eines aus den Augen verliert und das ist die Gefährlichkeit des Virus, sprich die Letalität und die bleibenden Schäden bei COVID-19-Patienten. Genau das kann man an der Belastung des Gesundheitswesens festmachen und aufhören auf den Zahlen von positiv Getesteten herum zu reiten. Bei Todesfällen und Patienten mit bleibenden Schäden, vorhergegangener Virusgrippen, wurde nicht annähernd so gravierend reagiert.

  • 3
    0
    KTreppil
    25.09.2020

    Das es für Reiseveranstalter auch heftig ist, nichts zu verdienen und allen nahezu auf einmal das Geld zurück zu erstatten, ist dabei aber auch zu verstehen. Ganz zu schweigen vom kleinen Reisebüro, die sich nur täglich den Unmut der Kunden anhören müssen und gar nichts verdienen. Dann die leise Hoffnung ab Juli, die nun längst wieder schwindet mit jeder neuen Reisewarnung und wieder zu erstattenden Reisepreisen. Dass das nicht jedes Unternehmen aushält ist klar. Ich persönlich habe mich auf die Gutschein Lösung eingelassen und werde sehen, was ich davon habe.
    Jedenfalls ist es doch auch irgendwie ein Indikator für die Schwere einer Krankheit/Pandemie: wenn es wirklich dramatisch ist, denkt doch keiner an eine Reise, oder? Aber hier jedoch wollen Leute verreisen und dürfen nicht bzw. werden maximal daran gehindert. Ist das logisch und passt das zusammen...?

  • 5
    0
    harzruessler1911
    25.09.2020

    @KTreppil

    zitiere"""wer wagt, für 2021 Urlaub zu planen? ""

    Ich nicht!!!!
    Dies hat aber einen weiteren Grund, denn die Reiseveranstalter (die kleinen Reisebüros nehme ich aus) tun aber auch alles dafür, dass man das letzte Vertrauen verliert. Einschließlich mir, kenne ich nicht einen, der nicht seinem Geld hinterher rennen muss, die Meisten mittlerweile sogar über den Rechtsweg.
    Natürlich, ist dieses Gebahren nicht nur eine Corona Erfahrung, wenn ich mal auf das Beispiel Thomas Cook von 2019 verweisen darf, wo der Reisesicherungsschein für viele für die Katz war, da nicht ausreichend gedeckt.
    Ansonsten kann ich mich Deinem I'm Grundsatz, Betrag anschließen.

    @Censor
    Leider wurde mein 2. Grund ja nie durchgelassen, warum ich für die Maskenpflicht bin.... Er hatte zwar nichts mit der Umwelt/Klima im direkten Sinne zu tun und würde mich darauf auch nicht beschränken, sondern wirtschaftspolitisch.
    Genau aus diesem Grund, kann ich Deinen satirischen Beitrag auch nachvollziehen.

  • 8
    0
    KTreppil
    25.09.2020

    Zweiter Versuch, ich lass den Vergleich mit DDR weg.
    Dennoch halte ich diese derzeitige Praxis des Aussprechens von Reisewarnungen des Auswertigen Amtes für Gängelei und weitere Schädigung der Tourismusbranche international bis hin zum den kleinen Ich-AG Reisebüros.
    Ja, das Virus ist da, unter uns und überall in der Welt. Klar, dass man derzeit keine Konzerte vor großem Publikum halten lässt, selbstverständlich Risikopatienten schützt und man sich auch an die Maskenpflicht hält. Auch wäre es wohl nicht vertretbar, touristisch momentan zu. B. nach Indien oder in die USA zu reisen. Ich glaube, dass kann man nachvollziehen, wollen die Wenigsten und wer es doch macht, ist genauso unvernünftig, wie es auch im Inland bei manch Zeitgenossen beobachtet wird. Ansteckungsgefahr besteht jedenfalls im Inland genauso wie im Ausland, je nachdem, wie Regeln eingehalten werden, denn das Virus ist überall. Klar sollte auch sein ,dass man es sich als Risikopatient genau überlegt, ob und wohin man reist, jeder kann sein Risiko abschätzen und sollte sich hier und im Ausland an die geltenden Regelungen halten. Sauf- und Partytourismus kann man gerne (dauerhaft) verbieten. Den Rest sollte man aber auch dem mündigen Bürger überlassen und dem Land, in das gereist werden kann oder eben nicht, weil die Länder selbst Einreisebeschränkungen festlegen. Mit diesen ständig aktualisierten Risikobewertungen schafft man soviel Verunsicherung für alle Beteiligten, schädigt die Tourismusbranche so nachhaltig, dass es für mich in keinem Verhältnis steht. Wer bucht jetzt noch langfristig eine Reise, wer wagt, für 2021 Urlaub zu planen? Darauf wären aber Reiseveranstalter angewiesen, von der Hand in den Mund können die nicht mehr lange leben. Entweder Reiseverbot oder Reisehinweise wie früher, vor Corona, wenn für Gebiete ein bestimmtes Infektionsrisiko (Malaria, Lassa....)bestand, aber ohne das Damokleschwert Quarantäne. Sonst kommt der Tourismus und damit teilweise die Wirtschaft vieler Länder nicht wieder auf die Beine. Weiterhin denke ich, müsste für diese alles entscheidende 7 Tageinzidenz eine Anpassung erfolgen, denn als man die Zahlen festlegte, wurde weniger getestet als jetzt. Das verzerrt die wirkliche Situation in dem jeweiligen Land.
    Wir müssen lernen mit Corona zu leben, in den wichtigen Bereichen wie Schulen und Kindergärten, aber auch den weniger wichtigen, wie Tourismus und Kultur, die aber genau so wichtig für eine funktionierende Gesellschaft sind.

  • 8
    1
    saxon1965
    25.09.2020

    ... und täglich grüßt das Murmeltier:
    "Die Einstufung als Risikogebiet... Corona-Neuinfektionen die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt."
    Im Klartext: Wenn sich binnen 7 Tagen 0,05 Prozent der Menschen mit dem Virus angesteckt, auch nein der PCR-Test positiv ist, haben wir eine epidemische Lage von nationalem Ausmaß? Denn diese haben wir ja immer noch laut Verordnung.
    Weil sich zirka 7 Menschen von 100.000 pro Tag infiziert haben könnten?

  • 11
    3
    OlafF
    25.09.2020

    Ein Risikogebiet fehlt? Schweden. Wird wohl nicht mehr getestet ? Vor kurzem noch der Garant für den "Untergang der Menschheit."

  • 14
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    Gebirger
    24.09.2020

    Ich fahre über die Grenze in Bärenstein und kaufe ein in Bozi Dar. Fahre über Bärenstein zurück nach Deutschland und muss 14 Tage in Quarantäne. Logisch...
    Ich kaufe ein im Kaufland Aue. Dort begegnen mir Menschen, welche sich zum Schutz, um andere Menschen wömöglich nicht zu infizieren, sich ein Taschentuch abwechselnd mit der linken und rechten Hand vor den Mund halten und zwischenzeitlich ihre Waren in ihren Korb legen. An der Kasse wird damit noch gründlich die Nase geputzt. Dem Verkaufspersonal scheint es egal zu sein.
    Und wer kann oder will das kontrollieren? Keiner!

  • 19
    27
    censor
    24.09.2020

    Mir springen immer wieder die Parallelen zur Klimahysterie der letzten beiden Jahre ins Auge.

    Da wurde doch pausenlos gegen die "Vielflieger", Kreuzfahrtteilnehmer, individuell mit dem PKW Reisenden (womöglich noch mit CO2-schleudernden SUV) - kurz - gegen alle gehetzt, die nicht mit der brechend vollen, dauerverspäteten Bahn, Pferd und Wagen, auf Schusters Rappen oder mit dem Radl ihren Urlaubsort erreichen.

    Es hat nicht richtig gefruchtet. Die Menschen flogen weiter, und der Verkauf von SUVs soll sogar noch zugenommen haben.

    Und nun kommt so ein kleines Virus und nimmt den Klimahüpfern mit einem Handstreich die Arbeit ab.
    Reisen ist jetzt nicht mehr pfui wegen des Klimas, sondern lebensgefährlich wegen Corona.
    Wenn das kein Teamwork ist! Satire aus.