Glückssuche zwischen Trier und Koblenz

Ein neuer Reiseführer folgt dem Lauf der Mosel

Sie wollten schon immer mal am Morgen die Schmetterlinge im Lavendel tanzen sehen, mittags den steilsten Weinberg Europas besteigen und abends in einer fast 1000 Jahre alten Mühle zu Abend essen? Kein Problem: An der Mosel ist das möglich, verspricht Carmen Sadowski in ihrem neuen Reiseführer "Glücksorte an der Mosel".

Im Prinzip ist ja das ganze Land zwischen Trier und Koblenz ein Glücksort. Das Gefühl kann man aber noch steigern, wenn man den Tipps der Autorin folgt. Wer weiß schon, dass man den schönsten Rundumblick auf die Moselkurven vom Prinzenkopfturm in Pünderich genießt? Dass es unweit der Klosterruine Stuben bei Bemm einen kleinen, aber feinen Sandstrand gibt? Dass man im Mosellum in Koblenz die Fische im Fluss beobachten kann, ohne einen Fuß nasszumachen?

Insgesamt 80 Glücksorte haben zwischen den Buchdeckeln Platz gefunden. Logisch, dass sich dabei vieles um Wein dreht. Aber zum Glück begnügt sich die Autorin nicht nur mit Weinproben. Sie entführt die Leser auch in berühmte Weinbergslagen, die man sich regelrecht erklettern muss (Erdener Treppchen), oder die eine ganz besondere Geschichte parat haben (Wehlener Sonnenuhr). Und wer mit Wein nichts anfangen kann, wird möglicherweise auf dem Weinbergpfirsisch-Markt in Cochem glücklich.

Die Auswahl der Orte war sicher Glückssache, die Reihenfolge eher Zufall. Aber vielleicht gehört zum vollkommenen Glück auch die Überraschung.

Buchtipp: Glücksorte an der Mosel, Carmen Sadowski, Droste Verlag, 168 Seiten, 14,99 Euro ISBN 978-3-7700-2084-3

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