Infektionsrisiko beim Reiten auf erkrankten Elefanten

Wer nach Asien oder Afrika reist, lässt es sich oft nicht nehmen, auf einem Elefanten zu reiten. Doch in vielen Fällen leiden die Tiere. Und auch für die Menschen kann der Kontakt mit den Dickhäutern gefährlich werden.

Jaipur (dpa/tmn) - An manchen Urlaubsorten gibt es die Möglichkeit auf einem Elefanten zu reiten. Tierschützer raten aber nicht nur dem Tierwohl zuliebe davon ab - sondern warnen auch vor möglichen Ansteckungsgefahren für Menschen durch erkrankte Elefanten.

Die Tierschutzorganisation Peta verweist aktuell auf entsprechende Informationen des Animal Welfare Board of India (AWBI), wonach am bekannten Amber Fort in der indischen Stadt Jaipur an Tuberkulose erkrankte Reitelefanten im Einsatz gewesen seien. Peta rät, Kontakt zu den Tieren zu meiden und sogar das ganze Gebiet nicht zu besuchen.

Am Amber Fort seien zehn Tiere positiv auf die Infektionskrankheit Tuberkulose getestet worden. Außerdem hätten alle Tiere dort Fußprobleme, einige litten unter Sehschwierigkeiten und trügen zu hohe Lasten. Berichten lokaler Medien zufolge sollen die an Tuberkulose erkrankten Elefanten auf Anweisungen der örtlichen Behörden allerdings nicht mehr im Einsatz sein.

Das Amber Fort gehört zu den beliebten Touristenzielen im indischen Bundesstaat Rajasthan. Die Festung liegt auf einem Bergkamm, in der Regel bringen die Tiere die Touristen nach oben. Besucher können das Fort aber auch zu Fuß erreichen. Auch in vielen anderen Orten in Asien sowie in Afrika werden Touristen Ritte auf Elefanten angeboten.

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