Lawinengefahr in den Alpen geht zurück

Die Lage in den Schnee-Krisengebieten normalisiert sich zunehmend. In vielen Skigebieten sind die Lifte wieder in Betrieb. Auch sind einige gesperrte Straßen und Bahnstrecken wieder freigegeben. Doch nicht überall können die Menschen aufatmen.

Berchtesgaden (dpa) - Die Schneelage in Südbayern entspannt sich weiter. In einigen Gebieten kehrte am Mittwoch (16. Januar) fast Normalzustand ein. In anderen Bereichen hingegen waren Tausende Helfer weiter im Einsatz, sie schaufelten unter anderem Dächer frei.

Wegen akuter Lawinengefahr wurde im oberbayerischen Schleching ein Ortsteil geräumt. Weiter galt der Katastrophenfall in den Landkreisen Miesbach, Traunstein und Berchtesgadener Land.

Der Zugverkehr rollte auf vielen Strecken wieder. Die vom Schnee unterbrochenen Regionalstrecken wurden freigegeben, wie die Deutsche Bahn mitteilte. In vielen Skigebieten liefen bei strahlendem Sonnenschein auch wieder die Lifte. Etwa an Deutschlands höchstem Skigebiet auf der Zugspitze konnten Wintersportler wieder ihre Schwünge ziehen.

Auch in Österreich konnten viele bisher gesperrte Straßen nach Angaben der Lawinenwarnzentrale wieder für den Verkehr freigegeben werden. So sollte die wichtige Fernpass-Route zwischen Deutschland und Österreich am Mittwochnachmittag wieder aus allen Richtungen befahrbar sein.

Für Donnerstag rechneten die Experten verbreitet mit Lawinenwarnstufe 3 (erhebliche Gefahr) auf der fünfstufigen Skala. Wintersportler sollten aber auch das sehr ernst nehmen, sagte Rudi Mair, Leiter des Lawinenwarndiensts Tirol. «Denn gerade bei Lawinengefahrenstufe drei passieren die meisten Lawinenunglücke. Wer nicht ein absolut versierter Tourengeher oder Variantenfahrer ist, sollte deshalb bitte unbedingt auf den gesicherten Pisten bleiben!» Viele Skifahrer unterschätzten die Gefahr.

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