Ultraleicht: Das aufblasbare Küchenmodul von Stuff Bubble bietet Spülbecken, Wassertank und Kühlschrank.
Ultraleicht: Das aufblasbare Küchenmodul von Stuff Bubble bietet Spülbecken, Wassertank und Kühlschrank. Bild: Stuff Bubble/dpa-tmn
Reise
Luftmöbel für Camping-Vans sollen Gewicht und Geld sparen

Stoff satt Plastik und Luft als tragendes Element - mit neuen Möbeln wollen zwei Tüftler aus Süddeutschland das Van-Life leichter machen. Und zwar im Wortsinn.

Scheidegg.

Sitzen und liegen auf Luft - da fällt einem zuerst die gute alte Luftmatratze ein. Doch der Camping-Klassiker hat mittlerweile luftige Geschwister bekommen, die Van-Freunden das Reisen nochmal erleichtern sollen. Auf der Urlaubsmesse CMT in Stuttgart (bis 25. Januar) hat Stuff Bubble jetzt neuartige Möbel zum Aufblasen präsentiert. 

Aus Stoffen genäht, die sonst Fallschirmspringer tragen, und in Form gebracht von den gleichen luftgefüllten Schläuchen wie sie Strandsurfer für ihre Drachen nutzen, seien sie deutlich leichter als konventionelle Möbel, so das Unternehmen aus Scheidegg im Allgäu.

Den Gewichtsvorteil beziffern die Hersteller mit teilweise deutlich mehr als 50 Prozent. So könnten sie bei der Einhaltung von Gewichtsgrenzen helfen, erklären die Gründer. Denn nur bis 3,5 Tonnen insgesamt darf auch ein ausgebauter Van auf der Straße maximal wiegen, damit er noch mit einem aktuellen Pkw-Führerschein B gefahren werden darf. Das ist je nach Modell schon bei Verbrennern schwierig und bei Elektroautos noch kritischer.

Küchenmodul zum Aufblasen 

So hat Stuff Bubble ein aufblasbares Küchenmodul entwickelt, das für Preise ab 1.250 Euro Spülbecken und Wassertank bietet und je nach Variante auch ein Wassersystem sowie einen ebenfalls von Luft in Form gebrachten Kühlschrank. 

Es gibt für rund 350 Euro außerdem eine luftgefüllten Markise, die von außen in eine Führungsschiene gesteckt oder mit Saugnäpfen sowie Magneten am Fahrzeug befestigt wird, und eine Art Hightech-Luftmatratze, die als Bett über die Sitze gelegt werden kann.

Aufpumpen kann man die Teile mit einer Luftpumpe, wie man sie etwa für eine Luftmatratze oder ein Schlauchboot benutzt, erklärt Benjamin Hörburger, einer der beiden Gründer; eine elektrische Pumpe gibt es optional.

Den stabilen Unterbau bildet eine - natürlich ebenfalls aufblasbare Kiste - die zudem als Transport-Koffer dient. Leicht zu tragen und noch in den Gepäckgrenzen der meisten Airlines könne man die Möbel damit sogar mit in den Urlaub nehmen, einen normalen Van mieten, ihn noch auf dem Parkplatz zum Wohnmobil umbauen und so viel Mietgebühr sparen, argumentieren die Entwickler. 

Die Luftnummer der beiden Tüftler Benjamin Hörburger und Markus Wolf habe außerdem auch noch Vorteile, wenn die Urlaubssaison vorbei ist. Denn wenn die Luft erst mal raus ist, nähmen die Möbel weder im Auto noch daheim im Keller viel Platz weg. (dpa)

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