Sagenhafte Touren im Dreiländereck

Ein neues Buch folgt den Spuren Rübezahls

Es geht die Sage, dass im Riesengebirge ein Berggeist gehaust und ein Edelfräulein entführt haben soll. Damit sie in die Heirat einwilligte, säte er Rüben, um sie später in Hofdamen zu verwandeln. Eines Tages schickte das Fräulein den künftigen Ehemann zum Rübenzählen - und verschwand. Fortan hieß der Berggeist beim Volk nur noch Rübezahl.

Was viele nicht wissen: Rübezahl war nicht nur rund um die Schneekoppe unterwegs, sondern auch in der Oberlausitz und im Elbsandsteingebirge. Der Übersetzer und Buchautor Albrecht Neumann hat die Geschichte der Gegend erforscht und daraus einen informativen Reiseführer gemacht. Er orientierte sich dabei am Rübezahlradweg, der von Bad Schandau über das tschechische Isergebirge bis ins polnische Chelmsko Slaskie (Schömberg) führt - insgesamt 250 Kilometer. Wer ihm folgt, passiert drei Länder und überquert fünfmal die Landesgrenzen.

Neumann beschreibt weniger den Verlauf, sondern konzentriert sich auf die einzelnen Stationen. Er entführt in die Historie und gibt eine Menge Tipps für Erkundungen am Rande des Radweges. Denn das Buch richtet sich ebenso an Wanderer, die das Dreiländereck zu Fuß erkunden wollen. Natürlich begegnen sie dabei auch jenseits der Grenze auf Schritt und Tritt deutscher Geschichte - in alten Bergwerksorten, in Kirchen, auf Friedhöfen. Wichtig: Die Karten im Buch dienen nur der groben Orientierung - deshalb unbedingt detailliertes Material besorgen. (sk/rnw)

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