Keine Panik: Erscheint so eine Warnung, ist Geduld gefragt. Denn der Ladeanschluss lässt sich erst wieder nutzen, wenn er vollständig getrocknet ist.
Keine Panik: Erscheint so eine Warnung, ist Geduld gefragt. Denn der Ladeanschluss lässt sich erst wieder nutzen, wenn er vollständig getrocknet ist. Bild: Nico Tapia/dpa-tmn
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Warnung vor Flüssigkeit im Ladeanschluss: Handy hinüber?

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Das Smartphone meldet Feuchtigkeit im Ladeanschluss? Warum Sie jetzt Ruhe bewahren sollten, welche Schritte Apple und Google empfehlen - und was Sie unter keinen Umständen tun sollten.

Berlin.

Das Smartphone soll zum Laden an die Strippe, doch dann erscheint im Display ein Warnhinweis: Es befindet sich Flüssigkeit im Ladenschluss. Was nun? Was tun? Ist das Handy hinüber?

Auch wenn man ad hoc keine Idee hat, wie Feuchtigkeit in die Ladebuchse gelangt sein könnte, das Telefon auch nirgendwo ins Wasser gefallen ist und auch keinen Regenschauer abbekommen hat, sollte man die Warnung ernst nehmen.

Denn als Ursache kommt von Kondenswasser über hohe Luftfeuchtigkeit bis hin zu feuchtem Schmutz vieles in Betracht. Die gute Nachricht: Das wird wieder in den allermeisten Fällen. Apple und Google empfehlen für ihre iPhones und Pixel-Geräte folgendes Vorgehen:

1. Sofort vom Netz trennen

Das Ladekabel unverzüglich abziehen, nicht weiter herumprobieren. Nichts in den Anschluss stecken - weder Werkzeug noch Wattestäbchen noch Küchenkrepp noch sonst irgendetwas.

2. Sanft auf die Hand klopfen

Das Gerät mit der Ladebuchse nach unten sanft auf die Hand klopfen, damit gegebenenfalls Tropfen, aber auch Flusen oder anderer Schmutz möglichst herauskommen.

3. Sorgsam trocknen lassen

Luft und Zeit erledigen jetzt den Rest: Das Smartphone an einen trockenen Ort, idealerweise mit etwas Luftstrom (etwa am geöffneten Fenster) legen und warten. Je nachdem, wie viel Feuchtigkeit sich im Anschluss befindet, kann das Trocknen bis zu 24 Stunden dauern.

4. Ausprobieren und auf Meldung achten

iPhones einfach alle paar Stunden kurz testweise wieder ans Netzteil hängen und schauen, ob der Warnhinweis wiederkommt. Tut er es nicht, ist die Sache erledigt und es kann wieder ganz normal am Kabel geladen werden

Praktisch: Pixel-Telefone setzen automatisch eine Push-Meldung ab, wenn der Ladeanschluss wieder genutzt werden kann.

5. Alternativ kabellos laden

Dauert das Trocknen so lange, dass der Akku leergelaufen ist, bleibt einem natürlich noch das kabellose Laden als Alternative - sofern das jeweilige Modell dies unterstützt.

6. Hier stimmt etwas nicht

Ist ein Tag vergangen und der Warnhinweis taucht immer noch auf, beziehungsweise die Entwarnung bleibt aus? Dann ist es sinnvoll, nach weiteren hersteller- und modellspezifischen Support-Hinweisen Ausschau zu halten oder gleich den Hersteller-Support zu kontaktieren.

So nicht: No-Gos in der Trockenphase

Und diese Dinge sollte man nicht tun:

  • Nach einem Warnhinweis das Kabel nicht einfach immer wieder ein- und ausstecken in der Hoffnung, dass es schon irgendwie gehen wird mit dem Laden.
     
  • Wie zuvor erwähnt: Nichts in die Buchse einführen und mit nichts darin herumstochern.
     
  • Keine vermeintlichen Schnelltrocknungs-Aktionen mit Luftstrahlen (etwa Pressluft aus der Dose), Heißluft oder Hitze (etwa Haartrockner oder Backofen) starten, die dem Gerät schaden können.
     
  • Auch wenn man es oft als Tipp gehört haben mag: Hersteller raten davon ab, Smartphones zum Trocknen in Reis zu versenken - einfach deshalb, weil die kleinen Reiskörner Telefone tatsächlich hier und da beschädigen könnten.

(dpa)

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