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Wenn der Akkustand Sprünge macht: Zeit zum Kalibrieren

Akkus sind sensibel, elektrochemische Prozesse im Innern setzen ihnen zu. Deshalb muss ihre wirkliche Leistungsfähigkeit gelegentlich neu beurteilt werden. So funktioniert's bei verschiedenen Geräten.

Berlin.

Macht der Akkustand beim Smartphone, Tablet oder Notebook ungewöhnliche und plötzliche Sprünge nach unten, ist es möglich, dass sich Telefon wieder neu auf den Energiespender einstellen muss, um die maximal verfügbare Kapazität des Akkus richtig zu erkennen.

Denn dass ein Lithium-Ionen-Akku mit der Zeit nach und nach an Kapazität einbüßt, ist ganz normal. Kalibrieren heißt übrigens der Fachbegriff dafür, wenn sich Geräte neu auf die aktuell tatsächlich verfügbare Kapazität ihres Akkus einstellen.

So funktioniert das Kalibrieren bei Mobilgeräten

Und so funktioniert das Kalibrieren bei iPhones, iPads und Android-Geräten grundsätzlich:

  • Gerät nutzen und dabei den Akku so weit entladen, dass sich das Gerät selbst abschaltet.
  • Falls möglich, das Smartphone oder Tablet noch einmal einschalten und erneut abwarten, bis es ausgeht.
  • Danach das Gerät ausgeschaltet bis 100 Prozent aufladen.
  • Das Gerät vom Ladegerät trennen und wieder einschalten. Fertig.

100 Prozent klingen gut - sind es für Akkus aber nicht

Grundsätzlich ist es aber nicht optimal für die "Akkugesundheit", die Batterie bis 100 Prozent aufzuladen. Am besten lässt man den Akkustand nach Möglichkeit nicht unter 20 Prozent fallen und lädt auch immer nur bis 80 Prozent auf.

Spätestens seit Android 15 finden sich bei den meisten Android-Smartphones in den Einstellungen unter "Akku" auch das Feature "Limit fürs Aufladen", dass die Stromzufuhr automatisch bei einem Ladestand von 80 Prozent kappt.

Für iPhones gibt es diese Funktion seit iOS 14 als "Ladelimit" unter "Einstellungen/Batterie/Batteriezustand & Ladevorgang".

Natürlich müssen diese Einstellungen vorübergehend ausgeschaltet werden, wenn man kalibrieren möchte. Manche Smartphone-Modelle laden aber auch mit aktivierter Begrenzung von Zeit zu Zeit selbstständig bis auf 100 Prozent, erledigen das Kalibrieren also automatisch.

Und die gleiche Problematik bei Notebooks

Eine immer ungenauer werdende Prozentanzeige des Ladestandes ist übrigens auch bei nicht mehr ganz neuen Notebooks oft ein Thema. Hier funktioniert das Kalibrieren ganz ähnlich. Beispiel Windows:

  • Unter "Systemsteuerung/System und Sicherheit/Energieoptionen" den Energiesparplan aufrufen und unter "Bildschirm ausschalten" die Einstellung "Niemals" auswählen
  • Auch unter "Energiesparmodus nach" die Einstellung "Niemals" wählen
  • Dann "Erweiterte Energiespareinstellungen" anklicken, und unter "Energieoptionen/Akku" bei "Aktion bei kritischer Akkukapazität" die Einstellungen "Herunterfahren" auswählen und unter "Kritische Akkukapazität/Akkubetrieb" den Wert "5 %" einstellen.
  • Als Nächstes das Gerät voll aufladen und nach Erreichen von 100 Prozent das Netzteil noch ein bis zwei Stunden am Rechner lassen.
  • Dann Netzteil entfernen und das Gerät nutzen oder laufenlassen, bis es sich von selbst ausschaltet.
  • Schließlich Netzteil wieder anstecken, starten und bis 100 Prozent aufladen. Fertig. Die ursprünglichen individuellen Einstellungen zu den Energieoptionen können wieder eingestellt werden.

Ladelimit-Feature oft auch bei Notebooks

Natürlich "freut" sich auch der Notebook-Akku über ein Ladefenster zwischen 20 und 80 Prozent. Und es gibt ebenso Modelle, bei denen man im BIOS-Menü ein Ladelimit von 80 Prozent einstellen kann. Das ist umso sinnvoller, je öfter das Gerät dauerhaft am Netzteil hängt.

Das BIOS-Menü öffnet sich, wenn man sofort nach dem Einschalten des Rechners die Taste "F2", "Entf", "Del" oder manchmal auch "F10" gedrückt hält. Im Zweifel hilft eine kurze Suche im Netz, um herauszufinden, welche Taste der jeweilige Hersteller mit der Funktion belegt hat.

Bei Macbooks heißt das Feature Batteriezustandsverwaltung und ist in den Systemeinstellungen unter Batterie zu finden.

Auch bei Notebooks gilt: Vor dem Kalibrieren eingestellte Ladelimits deaktivieren. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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