Rennsteiglauf nach Klingenthal verlegt

Thomas Ungethüm hat den ausgefallenen Supermarathon vor der Haustür nachgeholt. Dabei packte er sogar noch einige Kilometer drauf.

Klingenthal.

Die Sonne lacht, es ist nicht zu kalt und nicht zu warm - perfektes Wetter, um das Projekt "Rennsteigläufer at Home", das von den Veranstaltern des Rennsteiglaufs als Alternative zum abgesagten Wettkampf ins Leben gerufen wurde, in Angriff zu nehmen. "Früh gab es keinen Frost, und so war es richtig angenehm", erzählt Thomas Ungethüm, der am Sonntag um 6 Uhr in Klingenthal im Tal loslief um den Supermarathon über 73,9 Kilometer zu bewältigen. Für die Strecke, die unter anderem über Muldenberg, den Topasfelsen Schneckenstein, beide Schneckenstein-Halden, den Rammelsberg, den Schwarzen Teich und mehrfach über den Aschberg führte, benötigte der 42-Jährige 6:28:59 Stunden. Er überwand dabei über 2000 Höhenmeter. Die Originalstrecke am Rennsteig hält 1874 Höhenmeter bereit. Schmunzelnd meint Ungethüm: "Ich hab's mir also nicht allzu leicht gemacht."

Ab Kilometer 50 begleitete Conrad Götzel, der Initiator der Aschberg-Challenge, Thomas Ungethüm. Auf den letzten Kilometern von Mühlleithen hoch zum Aschberg drückten beide noch einmal ordentlich aufs Gas, um unter 6:30 Stunden zu bleiben. Im Ziel gab es als Überraschung eine Torte, die man sich unter freiem Himmel hat schmecken lassen. "Dank der liebevollen Unterstützung meiner Familie, die auf dem Aschberg eine Verpflegungsstelle eingerichtet hatte, konnte ich die Strecke im zügigen Tempo laufen", so Ungethüm.

Und als ob der Supermarathon nicht genug gewesen wäre, hat Thomas Ungethüm den Lauftag vor der Haustür ausklingen lassen, indem er beim Auslaufen zurück ins Tal die 100 Kilometer vollgemacht hat. Seine Frau Silke (30:10 Minuten) und die beiden Kinder Emma (23:57) und Fritz (18:14) sind jeweils den Mini-Marathon über 4,2 Kilometer erfolgreich gelaufen.

Mit dem Rennsteiglauf-Fieber hat Thomas Ungethüm auch seinen Bruder Jörg angesteckt. Der entschied sich für das Nordic Walking über 17 Kilometer, für die er 2:27:30 Stunden brauchte. Dessen Frau Katja lief den Mini-Marathon in 28:03 Minuten, der vierjährige Sohn Johann den Juniorcross über 1,1 Kilometer in 8:21 Minuten. "Der Ansporn war es, dass wir den Lauf gemeinsam als Familie absolvieren", sagt Katja Ungethüm.

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