Sachsen wird Reaktivierung von Bahnstrecken erst 2021 prüfen

Die Regierung hatte sich 2019 darauf verständigt, zeitnah eine Potenzialanalyse zu erstellen. Noch fehlt das Geld dafür. Das sorgt für Unmut.

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium

Unsere Empfehlung

  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 19,49 €/Monat)
  • Monatlich kündbar
  • Inklusive E-Paper

Standard


  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 7,99 €/Monat)
  • Monatlich kündbar

Sie sind bereits registriert? 

Coronavirus: Unser Angebot zur Lage in Sachsen, Deutschland und der Welt

1010 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 9
    0
    ralf66
    14.09.2020

    In der DDR hatte man 80% Güterverkehr auf der Schiene jetzt 30%.
    Die Autobahnen sind vollgestopft mit LKW's die in endlos langen Schlangen wie Züge hintereinander fahren, die Masche der LKW-Fahrer geht jetzt so weit, wenn sie auf der Autobahn nicht mehr durch Staus zügig voran kommen auf die Bundesstraßen auszuweichen, dort behindern sie den Verkehr noch erheblicher weil sie durch die Straßenverhältnisse und die Größe der LKW's oft nur mit 60-80 km/h fahren können.
    LKW-Verkehr wird sein müssen aber nicht so wie das zur Zeit abläuft, die Grünen kann man eigentlich gar nicht für voll nehmen, denn beim LKW-Verkehr den zum Teil auf die Schiene zu bringen und damit Umweltschutz zu betreiben haben sie völlig versäumt.

  • 7
    0
    franzudo2013
    14.09.2020

    Einen Prüfauftrag verschieben ??? Das ist klassische Verwaltungsarbeit. Was machen die Ministerien den ganzen Tag ? Nur Kaffee trinken ? Die Leute werden bezahlt, damit sie Verantwortung übernehmen. Solche Informationen müssten eigentlich adhoc aus der Ministerialbürokratie abrufbar sein.
    Wenn das schon ein Problem ist, dann weiß man, welche Zukunftsstrategien da in in den Schubkästen liegen...

  • 6
    2
    Auriga
    14.09.2020

    Die Bahn soll einfach mal die 50% Auslandsbeteiligungen verkaufen, die von deutschen Einnahmen und Steuergeldern im Rahmen der Pseudo-Privatisierung gekauft wurden. Dann wäre sehr viel Geld für viele Projekte im Heimatland da.

  • 10
    0
    herbert50
    14.09.2020

    Auch wenn hier nur vom Personenverkehr die Rede ist:

    So mancher LKW-Transport könnte auf der Schiene abgewickelt werden. Es werden zwar keine Kohlen mehr gebraucht, aber Holz (Stichwort: Borkenkäfer) passt auch auf Güterwagen, und vieles andere auch.
    Doch da ist die Uhr wohl endgültig abgelaufen, denn überall wurden die Anschlußgleise demontiert und die zugehörige Infrastruktur auch, lange vor Stilllegung der Strecken.

    Dann lieber die Beschäftigung der LKW-Fahrer sichern und für ordentlich ausgelastete Straßen sorgen.

  • 15
    1
    Zeitungss
    14.09.2020

    @censor: Die Antwort für Ihren letzten Satz. Nur hochbezahlte und ohne jede Fachkompetenz in Verbindung mit Lobbyisten, um es in wenigen Worten zusammenzufassen. Was dieser Personenkreis an Geld verschlingt, dafür könnte heute noch mancher Ort mit Bus oder Bahn erreichbar sein.

  • 18
    1
    censor
    14.09.2020

    Ich erinnere mich noch genau, wie die kleinen Nebenstrecken in den 1990er gezielt "abgewürgt" wurden. Da passten die Anschlüsse an den Regional- und Fernverkehr auf einmal nicht mehr. Der Fahrplan wurde so ausgedünnt, dass ausgerechnet zu den Hauptzeiten weniger Züge fuhren.

    Dann konnte man mit ruhigem Gewissen sagen: Es fährt ja keiner mehr mit. Also legen wir still.

    Viele dieser Nebenstrecken waren sinnvolle Verbindungen für den Nahverkehr. In den 2000er Jahren wurden sie ersetzt durch die "Bus-Bahn" - auch so eine Schnapsidee. Die Konsequenz war die nahezu komplette Verlegung des Nahverkehrs von der Schiene auf die Straße.

    Nach fast 30 Jahren kommt man auf die Idee, dass früher doch nicht alles schlecht war. Warum legte man überhaupt so viele Strecken still? Ich denke, weil man das vorher im Westen so gemacht hat, und da musste es im Osten natürlich auch gemacht werden - egal, ob es Nonsens ist.

    Dasselbe trifft übrigens auch auf die Kreisreformen zu. Wie im Westen schuf man immer mehr Großkreise, die angeblich paradoxerweise die Wege der Bürger verkürzen sollten. Das Gegenteil ist oft der Fall. Mancher Behördengang entpuppt sich heute für Teilnehmer des ÖPNV als Tagesausflug.

    Man muss sich fragen, welche Leute an den Entscheidungshebeln der Infrastrukturentwicklung sitzen.

  • 10
    0
    Schwimmerin
    14.09.2020

    Ruhig Zeit lassen ... es drängt ja nicht

  • 15
    0
    Zeitungss
    14.09.2020

    Wenn die Sache nicht so traurig wäre, müsste man lachen bis der Notarzt eintrifft. Das jetzt angedachte Prozedere war nicht anders zu erwarten Im Autoland.

  • 15
    0
    Drehmann
    14.09.2020

    Genau, Sachsen verschläft die Verbesserung im SPNV wie immer mutwillig. Naja, Mosel muss ja auch mit Steuergeldern unterstützt werden. Da bleibt für die Schiene nicht so viel übrig. Das Treiben der letzten Jahre geht weiter... ;-)

  • 25
    1
    Deluxe
    14.09.2020

    Vollendete Tatsachen schafft man auch durch Zögern. Das beste Beispiel ist die Muldentalbahn zwischen Rochlitz und Glauchau, die einem windigen Berlinder Investor verkauft wurde, der ganz offensichtlich nur ein Interesse hat: Den schnellen Abriß, um den dann entstehenden Schienenschrott zu versilbern.

    Der Kaufpreis lag deutlich unter dem geschätzten Schrottwert des Schienenmaterials. Erste Abschnitte bei Glauchau wurden bereits abgerissen, bis die Behörde Einhalt gebot. Der Nutzungsvertrag mit dem Schienentrabi-Verein wird nicht verlängert.

    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Und die Landespolitik schläft - sogar doppelt, weil sie sich sog. "Investoren" nicht genau anschaut und jetzt die Potentialanalyse auf den St. Nimmerleinstag verschiebt. Willkommen in der Zukunft.