Sachsens neuer Landesbischof: "Wir werden dankbarer sein"

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1212 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    0
    Zeitungss
    12.04.2020

    Atemberaubend alle diese Zeilen, ich zweifele inzwischen daran, dass wir im 21.Jahrhundert angekommen sind.
    Und wie Gott bestraft, sieht der aufgeweckte Bürger, was sich auf dieser Welt so alles uneingeschränkt und sorglos tummelt. Mit der Produktivität gerade in diese Richtung, ist nichts zu erkennen in der Realität. Von Belohnungen ist mir auch nichts bekannt und mit Einbildung konnte ich mein bisheriges Leben weder gestalten noch finanzieren. Da mussten schon greifbare Dinge her, was auch so bleiben wird, ob es hier so manchen Teilnehmer passt oder nicht.

  • 4
    1
    inoino
    12.04.2020

    Volker52: "Gott läßt sich nicht spotten."

    Ja, auch seine Auserwählten dürfen laut Bibel nicht verspottet werden. Da wird der barmherzige Gott ganz ganz böse:
    "Und er (der Prophet) ging hinauf nach Bethel. Und als er den Weg hinanging, kamen kleine Knaben zur Stadt heraus und verspotteten ihn und sprachen zu ihm: Kahlkopf, komm herauf! Kahlkopf, komm herauf! 24 Und er wandte sich um, und als er sie sah, verfluchte er sie im Namen des HERRN. Da kamen zwei Bären aus dem Walde und zerrissen zweiundvierzig von den Kindern." (2.Könige2,23-24)

    Volker52: "Gott kann ,belohnen als auch bestrafen"

    "Ein Gott, der Fehler betraft, welche er verhindern hätte können, ist ein Tor, der seiner Ungerechtigkeit noch Grobheit hinzufügt."

    "Die große Kunst der Theologen besteht abwechselnd im Anfachen der Wärme UND der Kälte, im Quälen UND im Trösten, im Furchteinflößen UND im Beruhigen."

    (Paul Henry Thiry d' Holbach)

  • 2
    0
    Echo1
    12.04.2020

    Ein Bischof setzt auf Vertrauen und Sachkenntnis.
    Das ist vom Prinzip erst mal richtig.
    Aber das reicht nicht aus. Und Obrigkeitshörigkeit, hört man etwas raus,
    gleich gar nicht.
    Man muss kritisch sein, hinterfragen, sich
    nicht mit seiner Gläubigkeit benutzen lassen.

  • 5
    15
    Ich1966
    11.04.2020

    na ja als wieder

    ,Lebender, kann ich nur sagen: ,Not lehrt Beten, ich (besonder ich!) habe vor 17Jahren auch nicht gedacht das ich noch einmal in die Kirche gehe do ch aufgrund allerschwerster Krankh eit und unvorstelbaren Leidens bin ich rotz und Wasser heulend und Zäh ne klappernd doch rein.Gott sei dank!

    Ich habe also wieder zum Glauben ge funden.


    Denn es hat sich das Leiden in Freude
    gewandelt das ist so mit ein Highligth der letzten Jahre...


    Wer denkt er ist etwas besonderes
    (das dachte auch ich) der wird von
    Gott eines besseren belehrt.
    1. Gott läßt sich nicht spotten.
    2. Gott kann ,belohnen als auch be
    strafen,.


    Ich denke schon das der ein oder
    die andere noch in die Kirche geht
    ( wie man den Sühnetod oder das
    Abendmal) sieht ist js ersteinmal
    zweitrangig doch man ist schon
    einmal unter Gottes Schirm s.h.:

    Psalm 91 möge dich Seuche an
    meiner Tür vorübergehen...


    Schönen Abend!

  • 14
    5
    Zeitungss
    11.04.2020

    @inoino: Mich umzustimmen in dieser Angelegenheit würde auch niemand mit Gewalt schaffen. Die Lebenszeit ist nun einmal begrenzt und man sollte sich den wirklichen Problemen widmen und versuchen diese zu regeln. Geistigen Beistand braucht man dazu nicht, es ist vertane Zeit und diese besser nutzbar. Für mich müssen greifbare Ergebnisse her, das Beispiel mit der leeren Brieftasche sollte es lediglich demonstrieren.

  • 22
    3
    inoino
    11.04.2020

    Zeitungss: Keine Angst, ich möchte auch Sie nicht umstimmen

    Ich möchte das eigentlich auch nicht, aber wenn ich in meiner Tageszeitung theologische Nebelbomben wie hier finde und eine ganze Seite einem religiösen Lied gegeben wird; und in der Tagesschau gezeigt wird, wie ein alter Mann einer äußerst problematischen religiösen Organisation mit einem vergoldeten Gerät rumfuchtelt (und dieses komische Tun noch mit leiser, ehrfurchtsvoller Stimme erläutert wird), dann wird es Zeit, dass auch der Atheist sich mal zu Wort meldet und klar sagt, wie er darüber denkt.

  • 13
    1
    mops0106
    11.04.2020

    Heinrich Heine 1840 in einer Denkschrift:
    "Heil einer Religion, die dem leidenden Menschengeschlecht in den bittern Kelch einige süße, einschläfernde Tropfen goss, geistiges Opium, einige Tropfen Liebe, Hoffnung und Glauben!“

  • 21
    6
    Zeitungss
    11.04.2020

    @Distelblüte: Wir leben im 21. Jahrhundert, kam wohl noch nicht überall an. Es erklärt sicherlich auch die Frage, warum der ungläubige Mensch Ihren Ausführungen nicht folgen kann und will. Als streng gläubiger Atheist habe ich mein Leben entsprechend gestaltet und musste es auch noch nicht korrigieren. Keine Angst, ich möchte auch Sie nicht umstimmen, Religionen der verschiedensten Art haben auf dieser Welt schon genug Unheil angerichtet und tun es noch immer, in diese Richtung sollten Sie gelegentlich einen Gedanken verschwenden. Die Austrittszahlen aus dem Wirkungsbereich Gottes belegen es wohl eindeutig.

  • 18
    3
    inoino
    11.04.2020

    Distelblüte: Leid ist meist Konsequenz menschlicher Fehler, der eigenen und der von anderen. Die Frage "warum lässt Gott das zu?" stellt sich jeder Mensch, ob glaubend oder nicht.

    Nö. Wer nicht an die Existenz eines gütigen Gottes glaubt, dem stellt sich die Frage nicht. Nur der Gläubige hat das Dilemma an der Backe.

    Distelblüte: Leid ist meist Konsequenz menschlicher Fehler, der eigenen und der von anderen.

    Nicht nur. Für viele Krankheiten und Naturkatastrophen kann der Mensch gar nichts.

    Distelblüte: Krankheit ist niemals Strafe Gottes,

    Das sehen andere Christen aber anders...reden Sie mal mit Ihren Glaubensbrüdern - den Evangelikalen z.B.!

  • 6
    22
    gelöschter Nutzer
    11.04.2020

    @inoino: Die Frage "warum lässt Gott das zu?" stellt sich jeder Mensch, ob glaubend oder nicht.
    Die Antwort fällt wohl individuell aus. Ich würde in der Kürze antworten:
    Leid ist meist Konsequenz menschlicher Fehler, der eigenen und der von anderen. Krankheit ist niemals Strafe Gottes, das wäre eine billige, einfache Erklärung wie das Verlangen nach einem Sündenbock, dem man die eigene Schuld aufbinden kann.
    Ich könnte mit einigen Texten der Bibel antworten, aber möchte stattdessen D. Bonhoeffer zitieren: "Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dazu braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen. Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein. Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden als mit unseren vermeintlichen Guttaten. Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Fatum ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet."

  • 23
    4
    Zeitungss
    11.04.2020

    Der allmächtige Gott, mit der Macht scheint es allerdings zu klemmen, sonst sähe es auf dieser Welt ganz anders aus. Erklären kann das auch kein Theologe. Wer mit offenen Augen durch die Welt fährt, wird mich verstehen und das Gegenteil kann niemand beweisen, es ist nichts greifbar. Wer für eine volle Brieftasche betet, wird feststellen, sie bleibt auch leer. Wer glaubt, dass es hilft, darf natürlich. Im 21. Jahrhundert sollte die Menschheit langsam aufwachen und die Welt so nehmen wie sie nun einmal ist.

  • 25
    5
    inoino
    11.04.2020

    Im Artikel kommt die sogenannte Theodizee-Frage zur Sprache - also die Frage, warum ein gütiger, barmheziger, allmächtiger Gott so viel Leid zulässt. Der Theologe hat natürlich keine Antwort, weicht aber clever aus, indem er sagt, Leid habe ja auch etwas Gutes (ohne Verzweiflung keine Hoffnung o.ä.). Spätestens nach Auschwitz zieht das Ausweichmanöver bei einem klar denkenden Menschen aber nicht mehr. Der Glaube, es gäbe einen Gott mit o.g. Eigenschaften passt einfach nicht zur Realität. Leid gibt es, weil der Mensch nur ein vorrübergehendes Zufallsprodunkt eine blind waltenden, gefühlslosen kalten Natur ist und weil er nun mal ist wie er ist: in erster Linie egoistisch (sämtliche Religionen konnten daran nichts ändern). Das ist die einzige vernünftige Erklärung für das unermessliche Leid - sei es nun naturbedingt oder menschengemacht.