Sanierung lässt auf sich warten

Der Gemeinderat in Leubsdorf verschiebt den Neubau des Durchlaufs über dem Koloniebach auf das kommende Jahr.

Leubsdorf.

Die Sanierung des Durchlasses über dem Koloniebach in Leubsdorf wird verschoben. Die mit einer rund 60 Meter langen Fahrbahnsanierung verbundenen Arbeiten werden dieses Jahr nicht ausgeführt. Das hat der Gemeinderat zur Sitzung am Dienstagabend einstimmig beschlossen.

Der Neubau des kleinen Straßenabschnitts war schon länger geplant, da die Substanz arg gelitten hatte. Die schmale Straße wird regelmäßig von schweren Fahrzeugen genutzt. Das Projekt hatte bereits im vergangenen Jahr im Haushaltsplan gestanden, wurde aber wegen verschiedener Kostenerhöhungen verschoben. "Gemäß der damaligen Kostenschätzung waren dafür 80.000 Euro veranschlagt worden. Die Ausschreibungen ergaben dann jedoch, dass tatsächlich 130.000 Euro aufzubringen sind, um bauen zu können. Da zugleich der Ausbau des Kirchweges außerplanmäßig um 60.000 Euro teurer wurde, entscheiden wir uns dafür, die Ausschreibung aufzuheben und das Vorhaben im Haushaltsplan 2020 zu verankern", erläuterte Bürgermeister Dirk Fröhlich (CDU).

Nunmehr liegen die Kosten nach einer erneuten Ausschreibung nochmals 20.000 Euro höher und damit bei 150.000 Euro. Über das Förderprogramm "Leader", das zu 80 Prozent aus Mitteln der Europäischen Union sowie zu 20 Prozent aus solchen des Freistaats Sachsen gespeist wird, beantragte die Gemeindeverwaltung Leubsdorf eine Förderung in Höhe von 65 Prozent. Das entspricht 97.500 Euro. Der Eigenanteil in Höhe von 52.500 Euro sollte durch eine Entnahme aus der Straßeninstandsetzungspauschale bezahlt werden.

"Da das Leaderprogramm in diesem Jahr jedoch mit 1,1 Millionen Euro überzeichnet ist, konnte unsere Sanierungsmaßnahme nicht berücksichtigt werden. Wir wollen im kommenden Jahr einen neuen Fördermittelantrag stellen und versuchen, das Vorhaben dann verbindlich umzusetzen", sagte Bürgermeister Dirk Fröhlich (CDU). Werden die Fördermittel auch im Jahr 2021 nicht gewährt, soll das Sanierungsprojekt komplett aus der Straßeninstandsetzungspauschale bezahlt werden. "Das wird möglich, da diese Mittel über maximal drei Jahre angesammelt werden können", informierte Dirk Fröhlich die Gemeinderäte.

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