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Schmerzfreie Therapie des Hellen Hautkrebs ohne OP

akz-i  Die häufigste Hautkrebsdiagnose in Deutschland ist die eines Basalzellkarzinoms oder Spinalzellkarzinoms - umgangssprachlich auch als "Heller Hautkrebs" bezeichnet.

Neben der herkömmlichen chirurgischen Behandlung ist in Deutschland nun auch die Rhenium-SCT (englisch "Skin Cancer Therapy", Hautkrebstherapie) verfügbar. Bei dieser handelt es sich um eine sogenannte epidermale Radioisotopentherapie - ein modernes nuklearmedizinisches Verfahren zur Behandlung von Basalzellkarzinomen und Spinalzellkarzinomen mit dem Betastrahler Rhenium-188.
Dr. Lutz-Hendrik Holle, Ärztlicher Geschäftsführer der Nuklearmedizin Hanau, erläutert: "Dabei werden künstlich hergestellte radioaktive Isotope auf eine vorher über dem Hauttumor passgenau platzierte Folie aufgetragen. Die Betastrahlung dringt nur ca. 2 - 3 mm in das Gewebe ein und ist somit optimal für die gezielte, lokale Behandlung von hellem Hautkrebs geeignet." Ziel der Rhenium-SCT ist, das Tumorgewebe ohne Operation, in einem schmerzfreien Verfahren abzutöten. Die Anwendung muss in der Regel nur einmal erfolgen und erreicht sehr gute, ästhetische und fast narbenfreie Ergebnisse. Die behandelte Stelle heilt zudem schnell ab und die Funktionalität bleibt gut erhalten, da das umliegende Gewebe geschont wird. So lassen sich besonders kompliziert liegende Läsionen z.B. unterhalb des Auges, im Innenohr, an Nase oder Lippe sehr gut mit der Rhenium-SCT behandeln.

Ablauf der Behandlung:
1. Der mit Rhenium-SCT zu behandelnde Hautbereich wird mit einem dermatologischen Stift markiert.
2. Dieser Bereich wird mit einer Spezialfolie abgeklebt und das Rhenium-188 genau auf den markierten Hautbereich aufgetragen.
3. Die Behandlungszeit liegt zwischen ca. 30 Minuten und 3 Stunden. Der Patient sitzt oder liegt bequem, während das Rhenium-188 auf der betroffenen Hautpartie wirkt.
4. Im Allgemeinen ist keine besondere Nachsorge notwendig. Die abgetöteten Tumorzellen werden vom Körper abgebaut und durch neue, gesunde Zellen ersetzt.

Weitere Informationen zur epidermalen Radioisotopentherapie erhalten Sie unter dem weiterführenden Link.