Schon 28 Strophen auf die schöne Heimat

Das Erzgebirge ist einzig - auch wegen der Sprache. "Freie Presse" und Erzgebirgsverein schauen dem Volk aufs Maul. Heute: Was sich der Komponist des neuen Songs nun vorgenommen hat.

Erzgebirge.

Der neue Erzgebirgssong nimmt immer mehr Gestalt an. Mittlerweile haben sich schon Volks-Mundart-Poeten aus 18 Orten einen Reim auf ihren Lieblingsfleck gemacht. Aus einigen Orten, so aus Annaberg, Gelenau, aber auch aus Thum und Zwönitz liegen sogar schon mehrere Verse vor. Insgesamt sind es mittlerweile 28. Da kommt bald einiges auf die Jury zu. Denn dann gilt es, nicht nur die Kür des Erzgebirgischen Mundartwortes 2020 - dieses Jahr alles rund ums Thema Freizeit & Hobby - vorzubereiten, sondern auch die schönsten achtzeiligen Reime für den neuen Erzgebirgshit auszuwählen. "Ich bin total überrascht von der Resonanz", so Hendrik Seibt. Der Mundartsänger aus Gelenau hat bereits die Melodie komponiert und zwei Strophen eingesungen. Nun plant der Lehrer, in den Ferien auch ein paar der zugesandten Verse aufzunehmen. "Vielleicht nimmt das anderen die Scheu, etwas zu dichten", so das Kalkül. Hier die bisher eingesandten Verse:www.freiepresse.de/mundart


Mundartwettbewerb 2020

Diese Neuauflage der Suche nach dem erzgebirgischen Wort, gemeinsam organisiert von "Freie Presse" und Erzgebirgsverein, hat es in sich: Dieses Mal geht es nicht allein um einfache Worte, sondern auch um Reime und einen Song.

Wie immer gesucht: Ihr Lieblingswort in erzgebirgischer Mundart, diesmal zum Thema Hobby & Freizeit.

Zudem können Sie, liebe Leser, Ihrer Reim-Ader Zucker geben: für eine Hommage auf Ihren Wohn- oder Lieblingsort im Erzgebirge. Mundart-Musiker Hendrik Seibt hat die Melodie komponiert und einen Beispiel-Reim gemacht - natürlich auf seinen Heimatort Gelenau. Erstmals zu hören ist der neue Erzgebirgssong wohl zur Abschlussveranstaltung Ende Oktober.

Nun ist es an Ihnen. Bringen Sie Ihren Wohn- oder Lieblingsort humorvoll in acht sich reimenden Zeilen in erzgebirgischer Mundart auf den Punkt. Eine Jury wird die schönsten Reime auswählen. Ihre Mundartworte und/oder Ihren Achtzeiler, gern auch in einem Video vorgetragen, senden Sie bitte an: "Freie Presse", Lokalredaktion Annaberg, Markt 8, in 09456 Annaberg-Buchholz, oder per E-Mail an: red.annaberg@freiepresse.de.

Einsendeschlussist der 1. September. Teilnehmer erklären sich gegenüber der CVD GmbH & Co. KG einverstanden, dass ihre Zusendungen kostenfrei veröffentlicht werden können - in gedruckter wie digitaler Form. (alu)


Worte rund um die Freizeit

Neben Strophen für den ErzgebirgsHit haben Wettbewerbsteilnehmer auch Mundart-Worte aus dem Themenbereich Freizeit & Hobby zugesandt. Hier eine kleinen Auswahl:

Stagen lafen - so bezeichnet Reiner Gläßer aus Seifen Nordic Walking.

Huppedietl - für Christine Huß aus Geyer ist das ein sehr aktives Kind.

Ratseln - tut Armin Schreiter aus Mildenau, wenn's Kniffliges zu erraten gilt.

ippsnd - sagt Mandy Rau aus Großolbersdorf, wenn etwas sehr viele Male zu machen ist.

Kaaskiebl - so nennen Nina und Maja Neubert aus Venusberg Leute, die rumalbern oder nur Quatsch erzählen.

Muschebubu - so heißt es bei gemütlichem Licht bei Uta Uhlmann in Deutschneudorf.

Bodn giehe - das sagt Armin Schreiter, wenn's zum Abkühlen ins frische Nass des Dorfteichs geht.

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