Schulverein hat in 20 Jahren viel bewegt

Der Träger der Evangelischen Grundschule und der Kita in Seelitz blickt auf Geschaffenes zurück - und nach vorn. Ein Projekt ist die Digitalisierung.

Seelitz.

Mit einem Festgottesdienst in der Königshainer Kirche sollte im Frühjahr ein Jubiläum begangen werden: der 20. Jahrestag der Gründung des Evangelischen Schulvereins Rochlitzer Land. Wegen der Coronakrise konnte die Veranstaltung nicht stattfinden. Gefeiert werden soll aber eventuell im Herbst, sagt Geschäftsführerin Jana Ahnert.

Vor 20 Jahren begann eine Erfolgsgeschichte. Das Angebot des Vereins, der rund 40 Mitglieder zählt, erfreut sich regen Zuspruchs. Der Verein ist Träger der Evangelischen Grundschule und des Hortes in Seelitz sowie des Kindergartens "Apfelbaum" in Döhlen. "In der Schule haben wir eine Kapazität von 88 Schülern, also 22 Schüler pro Klassenstufe. Wir haben mehr Anmeldungen, als wir berücksichtigen können", sagt Jana Ahnert. 66 Plätze umfasse die Kapazität in Kindergarten und Krippe - alle seien belegt.

Gegründet wurde der Verein am 1. Februar 2000 in Königshain-Wiederau von 16 Mitstreitern. Vorsitzender wurde Christian Ulbricht. Ziel des Vereins war es, in Königshain eine christliche Schule aufzubauen - als Angebot für Eltern, die an einer bewusst am christlichen Glauben orientierten Erziehung ihrer Kinder interessiert sind.

"Der Schulverein stieß auf erhebliche Widerstände bei diesem Vorhaben", so Christian Ulbricht. Aber durch das Engagement des damaligen Seelitzer Bürgermeisters Horst Bemmann und des Gemeinderates sei doch eine Schule gegründet worden, die für die Region eine Bereicherung und Ergänzung darstelle. In dem seit 1994 leerstehenden Gebäude in Seelitz wurden im August 2002 die ersten Abc-Schützen eingeschult, in der ersten evangelischen Grundschule im Kreis Mittweida.

Die Bedingungen waren herausfordernd: Der Verein musste eine Frist von vier Jahren überbrücken, bevor er für den Schulbetrieb staatliche Zuweisungen erhielt. Gemeistert worden sei dies durch Förderer und Freunde sowie durch die Unterstützung der Landeskirche und anderer Stiftungen. 2008 übernahm der Verein die Trägerschaft für den Kindergarten. Die Kommune unterstütze den Verein dabei, die Voraussetzungen für gute Bildungsmöglichkeiten zu schaffen, so Ahnert. Als Eigentümer der Gebäude ließ Seelitz die Schule 2001 bis 2003 umfangreich sanieren, später folgte die energetische Sanierung. Der Kindergarten wurde mehrfach erweitert. Zuletzt wurde 2019 ein neues Großspielgerät für die Schüler eingeweiht. Die Gemeinde unterstützt zudem die naturnahe Gestaltung der Spiellandschaft am Kindergarten.

Der Verein wird immer wieder auch selbst aktiv: Mit Förder- und Vereinsmitteln wurde in diesem Jahr das "Grüne Forum" gestaltet, dafür ein Sitzrondell mit einer Pergola versehen. Zudem soll der Bolzplatz an der Schule in den Ferien einen neuen Belag erhalten. Auch hier erhält der Verein Förderung. Mittelfristig will der Verein die Digitalisierung der Bildungsstätte vorantreiben, Fördermittel sind beantragt. Es soll möglich sein, in jedem Raum im Unterricht digitale Medien nutzen zu können. Schon in der Coronakrise habe man mithilfe digitaler Technik den Hausunterricht ermöglicht.

"Die Schule hat mit ihrem christlichen Bekenntnis einen festen Platz in der Schullandschaft der Region gefunden", sagt Jana Ahnert. "Wir arbeiten gut mit dem Verein zusammen. Der Schulstandort in Seelitz ist eine Bereicherung und wichtig, um Familien etwas anzubieten. Wir unterstützen das Konzept als Alternative zu öffentlichen Schulen", sagt Bürgermeister Thomas Oertel.


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