Alonso schließt Formel-1-Comeback nicht aus

Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso hat ein Comeback in der Formel 1 trotz seines anstehenden Wechsels in die IndyCar-Serie nicht ausgeschlossen. "Ich sage jetzt Goodbye, aber das Leben ändert sich so schnell, dass nichts ausgeschlossen ist", sagte der 37-jährige Spanier vor dem Großen Preis von Belgien am Sonntag (15.10 Uhr/RTL) in Spa: "Und ich habe ja keine Kristallkugel, mit der ich in die Zukunft schauen kann."

Alonso, 2005 und 2006 mit Renault Weltmeister, hatte vor zwei Wochen seinen Abschied aus der Formel 1 zum Saisonende verkündet. Er habe eine gute Zeit bei McLaren gehabt, sagte der Spanier, aber er habe gespürt, dass es Zeit sei für eine neue Herausforderung: "Ich wollte eine solche Entscheidung treffen, solange ich noch topfit und leistungsfähig bin, und das habe ich getan."

Auch der Australier Daniel Ricciardo, der Red Bull Richtung Renault verlässt und dort Teamkollege von Nico Hülkenberg (Emmerich) wird, will seinen Wechsel nicht als Flucht verstanden wissen. "Ich habe in den letzten Jahren jeden Tag dieselben Leute gesehen und dieselbe Routine gehabt", sagte der 29-Jährige: "Das hat mich manchmal frustriert, mir die Freude am Sport ein bisschen genommen." Hülkenberg freut sich auf den neuen Kollegen: "Daniel hat schon ein paar Grand Prix gewonnen, das wird eine spannende Herausforderung für mich."

Die beiden WM-Führenden Lewis Hamilton und Sebastian Vettel zeigten sich am Donnerstag in Spa überrascht von Ricciardos Entscheidung. "Damit konnte man nicht rechnen", sagte Vettel: "Aber er wird seine Gründe haben, die wir nicht kennen." Hamilton hat "Respekt vor Daniels Schritt. Viele Menschen haben Angst vor der Zukunft und verharren in der Gegenwart. Daniel hat Zweifel überwunden und gehandelt, ich wünsche ihm alles Gute."

Auch Max Verstappen, Teamkollege von Ricciardo bei Red Bull, hat den Schritt des Australiers nicht erwartet: "Und ich bin auch nicht sicher, dass es das beste Szenario für ihn ist."

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