Bach von Winkler-Tod "betroffen" - Hörmann bestürzt

Der Tod der deutschen Reitsport-Ikone Hans Günter Winkler hat bei wichtigen Sportführern und langjährigen Wegbegleitern tiefe Trauer ausgelöst. In vielen Stellungnahmen klang neben der Anerkennung für die Erfolge des fünfmaligen Springreit-Olympiasiegers besonders die Würdigung von Winklers Vorbildrolle für den Sport im Allgemeinen und den Reitsport im Besonderen durch.

"Er hat einen festen Platz in den Geschichtsbüchern des olympischen Sports und insbesondere des Reitsports", sagte Präsident Thomas Bach vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) mit "großer Betroffenheit" über das Idol: "Auch für mich ist Hans Günter mit seinem großem Kampfgeist ein Vorbild gewesen. Insbesondere erinnere ich mich an den bewegenden Augenblick, als er unsere Olympia-Mannschaft bei der Eröffnungsfeier bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal als Fahnenträger anführte. Er hat uns junge Athleten inspiriert und wird bis heute von Generationen von Reiterinnen und Reitern verehrt."

"Mit Bestürzung" nahm Bachs Kollege Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) die Nachricht von Winklers Tod auf. "Mit seiner Wunderstute Halla bildete er ein unvergleichliches Team, das eindrucksvoll demonstriert hat, was Mensch und Tier gemeinsam im Sport zu leisten in der Lage sind", erinnerte Hörmann an Winklers legendären Ritt auf Halla zu Olympia-Gold 1956 in Stockholm.

Winkler war in der Nacht zum Montag im Alter von 91 Jahren nach einem Herzstillstand gestorben. Durch seine fünf goldenen und zwei weiteren Medaillen ist der zweimalige Weltmeister der erfolgreichste Springreiter in der Olympia-Geschichte.

In Winklers Heimatregion Nordrhein-Westfalen beklagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) den Verlust einer "Persönlichkeit, die Zeit ihres Lebens Vorbild für Generationen von Reitsportfreunden war und und dies auch bleiben wird". Dem gebürtigen Wuppertaler sei "gelungen, was nur wenige Athleten auszeichnet: nämlich große Erfolge zu erringen, diese zu wiederholen und den richtigen Zeitpunkt zu wählen, um Erfahrungen an eine neue Generation weiterzugeben".

Für Bundestrainer Otto Becker ist Winklers Tod "ein großer Verlust". Olympiasieger Ludger Beerbaum bezeichnete Winkler als "große Reitsportpersönlichkeit, die den Pferdesport mitgeprägt hat".

Präsident Breido Graf zu Rantzau von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) würdigte "HGW" als "großen Sportler". Winkler habe "auch nach seiner aktiven Zeit unendlich viel für unseren Sport, besonders für den Reiter-Nachwuchs getan". Der Reitsport verliere "einen Mann, der mit großer Disziplin und Leidenschaft sein Leben gemeistert hat".

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