Regionale Nachrichten und News mit der Pressekarte
Sie haben kein
gültiges Abo.
Regionale Nachrichten und News
Schließen
Kostja Mushidi kehrte im Pokalspiel bei Rasta Vechta nach überstandener Erkrankung ins Team der Niners Chemnitz zurück und machte ein starkes Spiel.
Kostja Mushidi kehrte im Pokalspiel bei Rasta Vechta nach überstandener Erkrankung ins Team der Niners Chemnitz zurück und machte ein starkes Spiel. Bild: Christian Becker
Niners Chemnitz
Niners Chemnitz scheitern im BBL-Pokal nach dramatischen Schlussminuten bei Rasta Vechta

Wie schon im vergangenen Jahr ist für die Chemnitzer Basketballer in ihrer ersten Runde in diesem Wettbewerb Schluss. Mit 86:89 verloren sie, wobei die Gastgeber einen überragenden Mann in ihren Reihen hatten.

Vechta.

Die Basketballer der Niners Chemnitz haben es verpasst, nach 2021 (damals schafften sie es sogar ins Final Four) und 2023 wieder einmal ins Viertelfinale des BBL-Pokals einzuziehen. Im Achtelfinale unterlagen sie am Sonntagabend bei Rasta Vechta mit 86:89 nach einer dramatischen Schlussphase. Die Vorgabe, in jedem Wettbewerb so weit wie möglich zu kommen, ist damit zu einem Drittel schon gescheitert. In der Liga läuft es, im Eurocup sind die Niners trotz zweier Niederlagen aus drei Spielen gut dabei. Im Pokal aber ist wieder einmal zeitig Schluss. Für die besten Erstligateams der vergangenen Saison war diese Pokalrunde die erste – auch für die Niners. Und es war für die Chemnitzer auch schon die letzte.

Neuzugang im Kader, aber noch nicht auf dem Feld

Die Gäste, bei denen Neuzugang Gavin Schilling zwar im Kader stand aber noch nicht zum Einsatz kam, kamen gut ins Spiel, holten sich das erste Viertel mit 22:16. Die Führung hätte nach einer guten Leistung der Niners sogar höher ausfallen können, vor allem die Distanzwürfe fielen gut. Das änderte sich im zweiten Viertel, wo die Partie ausgeglichener wurde. Vechta kam ran, ging sogar kurz in Führung (25:23), die Niners kamen aber zurück und gingen mit einer 40:34-Führung in die Kabinen.

Überragendes Spiel von Vechtas Alonzo Verge

Ihn bekamen die Niners um Kevin Yebo gar nicht in den Griff: Vechtas Alonzo Verge.
Ihn bekamen die Niners um Kevin Yebo gar nicht in den Griff: Vechtas Alonzo Verge. Bild: Christian Becker

Nach dem Seitenwechsel starteten die Gäste stark, sie legten einen Lauf hin und gingen zwischenzeitlich mit 18 Punkten in Führung. Vechta schien zu wanken, fiel aber nicht. Im Gegenteil: Angetrieben von einem bärenstarken Spielmacher Alonzo Verge (am Ende 38 Punte) kam Vechta zurück, verpasste es am Ende des dritten Viertels aber, den Niners richtig wehzutun. Einen Ballverlust von Rasta bestrafte Yordan Minchev mit einem Dreier vom Parkplatz zum 65:57. Mit diesem Zwischenstand ging es in die letzten zehn Minuten.

Dramatische Schlussphase geht an die Gastgeber

Dort blieb es ein Spiel der Läufe. Erst gingen die Niners weg, dann kam Vechta wieder ran. Logische Folge: eine echte Crunchtime in der Schlussphase. In der konnte Rasta Vechta knapp vier Minuten vor dem Ende ausgleichen (75:75) und kurz darauf durch Verge mit 78:75 in Führung gehen. Danach ging es weiter hin und her, aber wieder machte Alonzo Verge den Unterschied. Mit seinen Treffern und Pässen machte er den Niners eine echte Aufholjagd sehr schwer. Corey Davis gelang kurz vor dem Ende zwar der Anschluss zum 86:87, auf der anderen Seite machte Verge mit zwei Freiwürfen aber das 89:86. Brewers verwandelter Dreier mit der Schlusshupe kam Sekundenbruchteile zu spät, womit die Niners als Verlierer die lange Heimreise antreten mussten.

Deutliche Worte von Kevin Yebo

„Das ist lächerlich. Wir liegen mit fast 20 Punkten vorn und verlieren hier noch“, war Niners-Spieler Kevin Yebo nach dem Spiel am Mikrofon von Streamingdienst Dyn angefressen. „Wir wollen oben mitspielen und machen dann solche Fehler. Das darf uns eigentlich nicht passieren. Daraus müssen wir lernen.“ Für seine Mannschaft geht es am Mittwoch mit dem Heimspiel im Eurocup gegen die London Lions weiter.

Statistik
Niners: Mushidi (16), Davis (16), Yebo (15), Kajami-Keane (12), Sow (11), Minchev (10), Brewer (6), Sibande

Liveticker Vom Spiel der Niners Chemnitz im Eurocup gegen die London Lions berichtet „Freie Presse“ an diesem Mittwoch ab 18 Uhr im Liveticker.

© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
Das könnte Sie auch interessieren
05.12.2025
1 min.
Dorf im Erzgebirge eröffnet Weihnachtsmarkt am Nikolaustag
In Crottendorf (Archivfoto) findet am Wochenende der Weihnachtsmarkt statt.
In Crottendorf wird am zweiten Adventswochenende zum Weihnachtsmarkt eingeladen. Neben dem Weihnachtsmann kommen auch Wichtel.
Annett Honscha
10:40 Uhr
2 min.
Frau in Ingolstadt erstochen – Söhne greifen ein
Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen. (Symbolbild)
Mit einem Messer wird eine Frau in Ingolstadt auf offener Straße tödlich verletzt – der Verdächtige ist laut Polizei ihr Ex-Partner. Ihre beiden Söhne sollen noch versucht haben, den Mann abzuhalten.
10:30 Uhr
3 min.
Retro-Day bei den Eispiraten Crimmitschau mit toller Stimmung und perfektem Ergebnis: Fünf Momente, die in Erinnerung bleiben
Ein Fan, der mit einer Maske auf der Leiter steht, erinnerte an eine Tradition im Kunsteisstadion im Sahnpark. Die Sprechchöre „Henry Maske“ ließen nicht lange auf sich warten.
Geburtstagsglückwünsche und Tanzeinlagen sorgten für Gänsehautmomente. Wie vor 25 Jahren kletterte zu Spielbeginn ein Fan mit einer Maske auf die Leiter. Wird die Aktion wieder fester Bestandteil bei Eispiraten-Heimspielen?
Holger Frenzel
20.10.2025
4 min.
Niners Chemnitz im Dauerstress: Auf das Pokalaus in Vechta folgt das Eurocup-Duell gegen die Wundertüte aus London
Rodrigo Pastore haderte beim Pokalaus in Vechta mit den vielen einfachen Fehlern seiner Mannschaft. Mit Gavin Schilling (hinten rechts) hat der Niners-Trainer seit der vergangenen Woche aber eine weitere personelle Alternative. In Vechta kam der Neuzugang noch nicht zum Einsatz.
Für die Basketballer gibt es keine Gnade: Obwohl die Spieler bei der 86:89-Niederlage am Sonntag müde wirkten, geht es schon an diesem Mittwoch weiter. Der Gegner im Heimspiel ist hochinteressant.
Thomas Reibetanz
20.10.2025
3 min.
Rasta Vechta reicht ein Mann auf dem Gaspedal, um müden Niners Chemnitz am Ende davonzufahren: Die Einzelkritik zum Pokalspiel
 9 Bilder
Da lacht das Maskottchen von Rasta Vechta: Nachdem es zunächst so schien, als würde dessen Mannschaft im Pokalspiel von den Niners Chemnitz überrollt, nahm Rasta im Schlussviertel doch noch Fahrt auf und gewann.
Mitte des dritten Viertels schien die Partie im Pokal-Achtelfinale zugunsten der Chemnitzer gelaufen. Doch genau das war am Ende das Problem. Hier unsere nähere Betrachtung zur Leistung der Chemnitzer Basketballer.
Thomas Reibetanz
05.12.2025
2 min.
„Rücktritt“, „großes Vorbild“: So reagiert das Netz auf Sachsens „Bleifuß-Minister“ Conrad Clemens
Ist gerne (zu) flott unterwegs: Conrad Clemens (CDU), Kultusminister von Sachsen.
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: Das musste jüngst auch Sachsens Kultusminister lernen. Nachdem herauskam, dass er wiederholt mit zu hohem Tempo erwischt wurde, reagierte das Netz prompt.
Patrick Hyslop
Mehr Artikel