Niners Chemnitz
Niners Chemnitz verlieren in den Schlusssekunden enges Spiel gegen die Telekom Baskets Bonn

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Die Chemnitzer Basketballer haben einen erneuten Dämpfer im Rennen um den Einzug in die K.-o.-Runde kassiert. Gegen Bonn gab es trotz eines phasenweise starken Auftritts eine knappe Heimniederlage.

Chemnitz.

Der Einzug in die Playoffs war nach der jüngsten Niederlage in Ludwigsburg in weite Ferne gerückt. Um zumindest noch in die Play-ins einzuziehen, brauchen die Niners Chemnitz im Hauptrundenendspurt dringend Siege. Doch auch am Samstagabend blieb der Basketball-Bundesligist ohne Erfolg. Gegen die Telekom Baskets Bonn um Ex-Niners-Profi Jeff Garrett kassierten die Chemnitzer eine 75:76 (42:30)-Niederlage. Die „Freie Presse“ liefert die Geschichten zum Spiel.

Komfortable Führung trotz zu kompliziertem Angriffsspiel: Die Mannschaft von Trainer Rodrigo Pastore kam ganz vielversprechend in die Partie. Die Niners präsentierten sich unter dem gegnerischen Korb sehr treffsicher, sorgten in der Defensivarbeit für den ein oder anderen Ballgewinn und verdienten sich damit Mitte des ersten Viertels einen Sechs-Punkte-Vorsprung. Diesen konnten sie aber bis Mitte des zweiten Spielabschnitts nicht ausbauen, da die Chemnitzer zu sehr in den Distanzwurf verfielen und dabei ihre Linie in der Offensive verloren. Bonn, das im Abschluss viel liegen ließ – nur zehn von 21 Zweiern und lediglich einer von zehn Dreiern fanden in den ersten beiden Vierteln ihr Ziel –, hielt deshalb trotzdem Anschluss. 29:28 stand es zwischenzeitlich, ehe die Niners nach einer Auszeit von Rodrigo Pastore aufdrehten, ihre Linie zurückgewannen und einen Zwölf-Punkte-Vorsprung herausarbeiteten. Mit 42:30 ging es in die Halbzeitpause.

Eric Washington (33) und Co. spielten es zwischenzeitlich zu kompliziert.
Eric Washington (33) und Co. spielten es zwischenzeitlich zu kompliziert. Foto: Alexander Trienitz

Turbulentes Spiel nach der Pause: Nach dem Seitenwechsel hatten die Niners Probleme. Die Würfe der Chemnitzer fanden zu oft nicht den Weg in den Korb, stattdessen waren die Bonner nun besser im Spiel und deutlich agiler. Auch begünstigt durch die ein oder andere strittige Schiedsrichterentscheidung wurde es hitziger in der mit 4600 Zuschauern sehr gut besuchten Messe. Die Luft wurde mit der Zeit immer dünner für das Pastore-Team, das zwar mit einer 55:50-Führung ins letzte Viertel ging, in diesem aber den übrig gebliebenen Vorsprung schnell herschenkte. Es entwickelte sich eine hochinteressante, extrem spannende Schlussphase. Beide Mannschaften lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Sieg. 73:73 stand es in der Schlussminute, als Kevin Yebo nach einem Foulspiel im Fallen einen Zauberball in den Korb zirkelte und die Chemnitzer erneut in Führung brachte. Für einen Heimerfolg reichte es aber dennoch nicht: Grayson Murphy konterte mit einem sehenswerten Dreier, als nur noch 3,9 Sekunden auf der Uhr waren. Sieg für die Telekom Baskets. Für die Niners bedeutete das 75:76 die erste Heimniederlage nach fünf Spielen. Letztmals hatte das Pastore-Team am 18. Januar den Basketballern von Bayern München unterlegen.

Kevin Yebo war mit 19 Punkten zweitbester Scorer der Niners.
Kevin Yebo war mit 19 Punkten zweitbester Scorer der Niners. Foto: Alexander Trienitz

Erneute Garrett-Show: Im Hinspiel erwischte Jeff Garrett einen Sahnetag. Der Ex-Niners-Profi wollte es im Aufeinandertreffen mit seinem alten Herzensverein so richtig wissen und steuerte am Nikolaustag satte 22 Punkte zum 86:82-Sieg seiner Telekom Baskets Bonn bei, versenkte dabei vier Dreier, dunkte spektakulär und holte sechs Rebounds. Nun – nahezu auf den Tag genau vier Monate später – wollte Garrett seine starke Leistung aus der Hinrunde wiederholen. Die Vorfreude auf sein erstes Spiel in der Messe jedenfalls war bereits unter der Woche riesig. „Die Liebe der Fans war großartig. Und sie ist von meiner Seite noch immer da“, hatte er der „Freien Presse“ erzählt. Die Liebe der Niners-Fans spürte Garrett auch am Samstagabend. Extrem herzlich und mit großem Applaus wurde der US-Amerikaner in Chemnitz in Empfang genommen. Im Spiel selbst gab es für Jeff Garrett erst einmal nicht viel zu applaudieren. Sein Team hatte lange Probleme und auch er trat zunächst kaum mit Scorern in Erscheinung. Das aber änderte sich nach dem Seitenwechsel. Der Ex-Niners-Profi hatte mit letztlich 16 Punkten einen großen Anteil daran, dass die Bonner noch einen Auswärtssieg feierten.

Ex-Niners-Profi Jeff Garrett kam mit Beginn des dritten Viertels so richtig in Fahrt.
Ex-Niners-Profi Jeff Garrett kam mit Beginn des dritten Viertels so richtig in Fahrt. Foto: Alexander Trienitz

Statistik
Niners Chemnitz: Davis (21), Yebo (19), Sibande (13), Uguak (8), Newman (7), Minchev (3), Mushidi (2), Washington (2)

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