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1. Bundesliga
Bayern-Ausrutscher bei Union - Gladbach gewinnt Derby

Neun Siege nacheinander - und dann geht's in die Alte Försterei: Der FC Bayern verliert erstmals Punkte. Aber auch die Verfolger schwächeln. Das rheinische Derby geht an Mönchengladbach.

Berlin.

Die makellose Serie des FC Bayern ist gerissen. Der deutsche Rekordmeister aus München kam am 10. Spieltag der Fußball-Bundesliga nicht über ein 2:2 beim 1. FC Union Berlin hinaus - die Gäste lagen dabei zweimal zurück. In der Tabelle machte sich der Ausrutscher aber nicht einmal negativ bemerkbar. Denn die direkten Verfolger schwächelten. Im Abendspiel feierte Borussia Mönchengladbach einen 3:1-Derbysieg gegen den 1. FC Köln.

RB Leipzig kassierte als Tabellenzweiter eine 1:3-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim und hat nun sechs Punkte Rückstand auf die Münchner. Borussia Dortmund kassierte ein Last-Minute-Remis mit dem 1:1 beim Hamburger SV und hat weiter sieben Punkte weniger als die Bayern. Vierter ist nun Bayer Leverkusen dank eines 6:0 gegen den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim, dahinter folgen die Hoffenheimer. 

Borussia Mönchengladbach - 1. FC Köln 3:1 (1:0)

Die Gladbacher setzten in einem emotionsgeladen rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln ihre kleine Erfolgsserie fort. Philipp Sander (45.+2), Kevin Diks (61./Handelfmeter) und Haris Tabakovic (64.) erzielten vor 54.042 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park die Tore für die Heim-Elf. Tabakovic war kurz vor dem 1:0 mit einem Foulelfmeter an FC-Torwart Marvin Schwäbe gescheitert. Für die Gäste traf lediglich Luca Waldschmidt (90.+2) per Foulelfmeter.

Für die Borussen war es der erste Bundesliga-Heimerfolg in dieser Saison und der dritte Pflichtspiel-Sieg nacheinander. Im achten Spiel unter Trainer Eugen Polanski konnten die Gastgeber damit die Abstiegszone verlassen. Die Kölner hingegen kassierten erstmals nach drei Spielen wieder eine Niederlage im Derby.

1. FC Union Berlin - FC Bayern München 2:2 (1:1)

Der erste Rückschlag für die Bayern deutete sich schnell an. Bereits in der neunten Minuten wurde es laut in der Alten Försterei. Tor für Union durch Ilyas Ansah. Aber die Fans und die Mannschaft hatten sich zu früh gefreut, der Video-Referee entdeckte eine minimale Abseitsstellung. Weiter ging es - und dann doch mit dem 1:0 der Eisernen. Danilho Doekhi brachte die Berliner, die seit zwei Partien auf einen Sieg und ein eigenes Tor gewartet hatten, in Führung. 

Wenn die Stimmung in der Försterei explodiert: Erst recht bei Toren wie von Danilho Doekhi gegen die Bayern.
Wenn die Stimmung in der Försterei explodiert: Erst recht bei Toren wie von Danilho Doekhi gegen die Bayern. Bild: Andreas Gora/dpa

16 Pflichtspiele nacheinander gewannen die Bayern, zuletzt in der Champions League gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain. Würden die Unioner die Serie etwa beenden? Dank einer feinen Einzelleistung mit einem Schlenzer fast von der Torauslinie gelang Luis Díaz (38.) noch vor der Pause der Bayern-Ausgleich. 

Ein Treffer von Harry Kane in der Nachspielzeit von Durchgang eins galt nicht - er befand sich klar im Abseits. Stattdessen schlug kurz vor dem Ende erneut Doekhi (83.) zu. Doch in der Nachspielzeit gelang Bayerns Torgarantie Harry Kane noch der Ausgleichstreffer. 

Hamburger SV - Borussia Dortmund 1:1 (0:0)

Es dauerte lange, bis ein Tor fiel. Nach über einer Stunde gelang Carney Chukwuemeka (64.) der Treffer zum Sieg der Borussen, die am Mittwoch in der Champions League noch ein ernüchterndes 1:4 gegen Manchester City kassiert hatten. Dass es nicht mit dem dritten 1:0 der Borussen nacheinander wurde, lag auch an der eigenen Ungefährlichkeit - und dem Drang der Hamburger in der Schlussphase, belohnt durch den Ausgleichstreffer von Ransford-Yeboah Königsdörffer in der siebten Minute der Nachspielzeit.

Lange musste der BVB arbeiten, bis der erlösende Treffer fiel.
Lange musste der BVB arbeiten, bis der erlösende Treffer fiel. Bild: Christian Charisius/dpa

TSG 1899 Hoffenheim - RB Leipzig 3:1 (2:1)

Wenn zwei Mannschaften, bei denen es gut läuft, aufeinandertreffen, kann es sehr ansehnlich werden. Das Duell zwischen den Hoffenheimern und den Leipzigern war so ein Fall. Die Gastgeber gingen gestärkt nach zuletzt drei Siegen in die Partie, die Gäste aus Sachsen waren seit sieben Partien ungeschlagen und knüpften schnell an gute Leistungen zuvor an.

Yan Diomande (9.) brachte RB in Führung, nur wenig später glich Abian Hajdari (20.) aus. Noch vor der Pause dann erneut die Führung für Hoffenheim durch Tim Lemperle (38.). Nach dem Seitenwechsel traf Grischa Prömel (79.) noch für Hoffenheim.

Es nützte nichts, Ole Werner kassierte mit RB die erste Niederlage nach sieben Partien.
Es nützte nichts, Ole Werner kassierte mit RB die erste Niederlage nach sieben Partien. Bild: Uwe Anspach/dpa

Bayer 04 Leverkusen - 1. FC Heidenheim 6:0 (5:0)

Die möglichen Hoffnungen der Heidenheimer auf den ersten Auswärtspunkt in dieser Saison waren schnell dahin. In der zweiten Minute brachte Patrik Schick die Bayer-Elf in Führung - und das Unheil für die Gäste nahm seinen Lauf. Nach nicht mal einer halben Stunde stand es 4:0: Jonas Hofmann (16.), erneut Schick (22.) und Ernest Poku (27.) hatten nachgelegt.

Mit Patrik Schicks erstem Treffer nach das Unheil für den 1. FC Heidenheim seinen Lauf.
Mit Patrik Schicks erstem Treffer nach das Unheil für den 1. FC Heidenheim seinen Lauf. Bild: Marius Becker/dpa

Sieg Nummer fünf in den vergangenen sechs Spielen war da bereits sicher für die Leverkusener. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf auch noch Ibrahim Maza, ebenso acht Minuten nach der Pause. Heidenheim bleibt mit nur fünf von möglichen 30 Punkten aus zehn Spielen Tabellenletzter. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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