Berliner Viertligist Viktoria meldet Insolvenz an

Berlin (dpa) - Der zweimalige deutsche Fußball-Meister FC Viktoria Berlin hat einen Insolvenzantrag eingereicht. Aufgrund ausbleibender Zahlungen des chinesischen Investors sei der Verein nicht mehr in der Lage, die auflaufenden Verbindlichkeiten zu decken, hieß es am Donnerstag in einer Mittelung des Viertligisten. «Zum Schutz des Vereins war es die unvermeidliche Pflicht des Vorstands, diesen Insolvenzantrag einzureichen.»

Im Mai hatten die Berliner mit einer Vereinbarung mit einem Investor aus Hongkong für Wirbel gesorgt. Der Club hatte mit der Advantage Sports Union (ASU) eine langfristige Kooperation vereinbart.

«Wir bedauern sehr, dass die ASU ihre Verpflichtungen ohne Nennung von triftigen Gründen nicht einhält, vereinbarte Zahlungen nicht geleistet hat und auch zukünftige Zahlungen ablehnt. Dies alles kam für uns umso überraschender, da sowohl alle notwendigen Schritte und Maßnahmen zur Ausgliederung in eine Kapitalgesellschaft abgeschlossen waren und sich auch der sportliche Erfolg eingestellt hat», hieß es in der vom Vorstand unterzeichneten Mitteilung.

In der Regionalliga Nordost belegt der deutsche Meister von 1908 und 1911 momentan Rang sechs, liegt 20 Punkte hinter Tabellenführer Chemnitzer FC. Man sei optimistisch, den Verein «wieder in ruhiges Fahrwasser bringen zu können».

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