Bester NBA-All-Star bekommt Bryant-Preis - Dunk-Event-Frust

Eigentlich soll das All-Star-Wochenende der besten Basketballer der Welt eine lockere und spaßige Veranstaltung sein. Doch nach dem NBA-Dunk-Contest gab es Knatsch und auch der tragische Tod von Kobe Bryant wirkte noch nach.

Chicago (dpa) - Basketballer Aaron Gordon war sichtlich frustriert.

Der Flügelspieler der Orlando Magic hatte beim NBA-All-Star-Wochenende erneut den Dunk-Wettbewerb verloren und kündigte nach der Niederlage gegen Miami-Profi Derrick Jones Jr. schmollend an, nicht mehr an dem prestigeträchtigen Kräftemessen teilzunehmen. «Es ist vorbei für mich. Ich finde, ich sollte zwei Trophäen haben, versteht ihr? Damit bin ich jetzt durch», sagte der 24-jährige am Samstag.

Bereits 2016 hatte Gordon den spektakulärsten Wettbewerb des All-Star-Wochenendes knapp verloren - damals gegen Zach LaVine. Nun reichte ihm in Chicago selbst fünfmal die Bestnote 50 nicht. Im zweiten Stechen legte Jones eine 48 vor, und Gordon witterte seine Chance: Er zeigte einen unglaublichen Sprung über 2,26-Meter-Mann Tacko Fall von den Boston Celtics, stopfte den Ball in den Korb, bekam dafür nur 47 Punke und verlor.

«Kommt schon. Was machen wir hier? Ich weiß gar nicht, wer von den Punktrichtern mir die 9 gegeben hat. Ich werde sie finden», sagte Gordon nach der kontroversen Entscheidung.

Das All-Star-Wochenende in Chicago stand auch unter dem Schatten des tragischen Todes von Kobe Bryant. Zu Ehren des tödlich verunglückten Superstars kündigte die NBA an, den Preis für den besten Profi beim jährlichen All-Star-Spiel nach Bryant zu benennen.

«Es erscheint uns sehr passend, weil niemand mehr für einen All-Star stand als Kobe Bryant», sagte Liga-Chef Adam Silver vor dem Spiel der besten Profis der nordamerikanischen Liga am Sonntagabend. Bryant hatte 18 Auftritte beim All-Star-Spiel der NBA. Die Legende der Los Angeles Lakers war Ende Januar mit seiner Tochter und sieben weiteren Menschen beim Absturz eines Hubschraubers ums Leben gekommen.

Während der Show-Events war sowohl Bryant wie auch des am Jahresanfang gestorbenen Ex-NBA-Commissioners David Stern mehrfach gedacht worden. Bryant selbst wurde viermal zum besten Akteur des All-Star-Spiels gewählt.


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