Boll und Ovtcharov mit gedämpften EM-Erwartungen

Boll und Ovtcharov sind eher pessimistisch gestimmmt

Die deutschen Tischtennis-Stars Timo Boll (Düsseldorf) und Dimitrij Ovtcharov (Hameln/Orenburg) blicken der Einzel-EM ab Dienstag in Alicante mit gedämpften Erwartungen entgegen. "Ich bin nicht da, wo ich sein möchte", sagte der in Spanien topgesetzte EM-Rekordchampion Boll auf der Nominierungspressekonferenz des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) in Düsseldorf. Auch Weltcupsieger Ovtcharov vermied überhöhte Zielsetzungen: "Ich bin nach meiner Verletzung extrem froh, überhaupt wieder ein höheres Level zu haben."

Von erneuten Titelgewinnen sprachen die beiden früheren Europameister nicht. Boll kurierte im Sommer über mehrere Wochen erneut aufgetretene Nackenprobleme aus, Ovtcharov arbeitete sich nach einem im Februar erlittenen Stressödem im Oberschenkelhals wieder heran.

Dennoch traut Bundestrainer Jörg Roßkopf seinem Aufgebot, das Patrick Franziska (Saarbrücken), Ricardo Walther (Grünwettersbach) und Benedikt Duda (Bergneustadt) komplettieren, ein erfolgreiches Turnier in Einzel, Doppel und Mixed zu: "Wir wollen in jedem Wettbewerb aufs Treppchen." Franziska tritt mit dem Dänen Jonathan Groth im Doppel als Titelverteidiger an.

Etwas niedriger sind die Zielsetzungen der DTTB-Damen. "Es wäre schön, wenn wir Medaillen gewinnen könnten", sagte Sportdirektor Richard Prause. In Spanien will Sabine Winter (Kolbermoor) mit der Mixed-WM-Dritten Petrissa Solja (Langstadt) ihren 2016 mit Kristin Silbereisen gewonnenen Doppel-Titel erfolgreich verteidigen. Silbereisen bildet an der Costa Blanca mit Nina Mittelham (Berlin) eine Kombination. Größte Hoffnung für das Einzel ist die ehemalige Top-10-Spielerin Han Ying (Düsseldorf/Tarnobrzeg).

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