CFC-Spieler Tobias Müller: Wir ziehen unser Ding durch

Der Chemnitzer Mittelfeldspieler über den 3:1-Sieg gegen Lok Leipzig, den zehnten Triumph in Folge, das Team und die Unruhe im Umfeld.

Chemnitz.

Der CFC zieht in der Fußball-Regionalliga als verlustpunktfreier Spitzenreiter weiter seine Kreise. Am Samstag gewann das Team von Trainer David Bergner zu Hause gegen den 1. FC Lok Leipzig 3:1 (3:0). Dabei stand Tobias Müller wie in allen neun Partien vorher in der Startelf. Knut Berger sprach nach dem Spiel mit dem 25-jährigen Mittelfeldakteur.

Freie Presse: Glückwunsch zum Sieg. Wie haben Sie die 90 Minuten gegen Leipzig gesehen ?

Tobias Müller: In der ersten Hälfte haben wir die Partie klar dominiert, das hat auch das Ergebnis widergespiegelt. Nach dem Wechsel haben wir uns etwas einlullen lassen, kamen nicht mehr so ins Spiel wie in der ersten Halbzeit, haben aber am Ende verdient gewonnen. Lok hatte schließlich nicht so viele Möglichkeiten.

Viel Zeit zum Regenerieren gibt es nicht, am Mittwoch steht das nächste Spiel an. Eher Lust oder Frust?

Ganz klar Lust. Es gibt doch für einen Fußballer nichts Schöneres, als im Wettkampf zu stehen. Wenig Training, viele Punktspiele - besser geht es doch gar nicht.

Danach geht es gegen Aufsteiger Rathenow. Eine leichte Aufgabe?

Nein, auf keinen Fall. In der Regionalliga ist jeder Gegner gefährlich. Das hat man auch heute gegen Leipzig gesehen. Grundsätzlich können wir kein Team im Vorbeigehen schlagen, die Spiele sind alle enge Kisten. Genauso wird es in Rathenow werden. Um zu gewinnen, müssen wir auch dort an die Leistungsgrenze gehen.

Sie zählen zu den Stammkräften im Team. Wie wohl fühlen Sie sich beim CFC ?

Natürlich passt durch die Serie von zehn Siegen in Folge derzeit aus sportlicher Sicht alles. Es macht Spaß, mit der Truppe zu spielen. Es ist auch schön, dass uns die Fans nicht nur im heimischen Stadion unterstützen, sondern auch auswärts begleiten.

Sie stammen aus Neugersdorf, spielten zuletzt bei Viktoria Köln. Fühlen Sie sich auch privat in Chemnitz angekommen ?

Aber natürlich. Ich wohne in einem Viertel, wo einige Spieler aus unserer Truppe zu Hause sind. Da kann man schon etwas zusammen unternehmen, wobei der Zusammenhalt im Team insgesamt sehr gut ist. Jeder kann gut mit jedem.

Vor Ihrem Wechsel zum CFC kannten Sie doch ihre Mitspieler noch gar nicht. Lief wirklich alles so reibungslos ?

Zu Saisonbeginn waren wir tatsächlich eine zusammengewürfelte Truppe. Das war vielleicht auch ein Vorteil, denn jeder hatte die gleichen Probleme, etwa eine passende Wohnung zu suchen. Es ist aber alles ziemlich schnell zusammengewachsen, die Chemie in der Truppe stimmt. Ich weiß aber auch, dass es in Zukunft nicht immer den geraden und ebenen Weg für uns geben wird. Da darf sich niemand Illusionen machen.

Sportlich läuft es derzeit optimal. Aber im Zuge der Insolvenz gibt es genügend Unruhe im Umfeld der Mannschaft. Wie wirkt sich das auf Ihre tägliche Arbeit aus ?

Wir als Team sind für die sportlichen Belange zuständig. Den Rest müssen andere Leute klären. Wir sind in den vergangenen Wochen als Mannschaft immer gut damit gefahren, auf uns zu schauen und unsere Aufgaben zu erledigen. Wir ziehen unser Ding auf dem Platz durch, das ist unsere Hauptaufgabe.

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