CFC will für positive Schlagzeilen sorgen

Nach turbulenten Zeiten soll es beim Chemnitzer FC mit einem völlig veränderten Kader aufwärts gehen. Auf ein Saisonziel lässt sich der Trainer aber nicht festnageln.

Chemnitz.

Das Jahr 2018 war bisher nicht dazu geeignet, in der Historie des Chemnitzer FC einen Ehrenplatz einzunehmen. Abstieg, Insolvenz und interne Querelen - beim CFC ging es in den vergangenen Monaten drunter und drüber. Jetzt will Cheftrainer David Bergner mit seinen Spielern ausziehen, um wieder für positive sportliche Schlagzeilen zu sorgen. Doch diese Meriten kann das Team nun nicht mehr auf Profiebene sammeln. Vielmehr müssen sich die Himmelblauen nun in der Regionalliga Nordost beweisen.

Bergner hatte mit seinem Co-Trainer Sreto Ristic und Torwarttrainer Thomas Köhler nach dem Trainingsstart Mitte Juni alle Hände voll zu tun, um den völlig veränderten Kader zu formen. Sicherlich schlummert schon jetzt in den Seelen so mancher Fans der Traum vom sofortigen Wiederaufstieg. Tatsächlich qualifiziert sich der Meister der Regionalliga Nordost direkt für die 3. Liga. Die Leistungsdaten der Neuzugänge wie Niklas Hoheneder (61 Einsätze in der 3. Liga), Fabian Müller (48), Ioannis Karsanidis (34) oder der Chemnitzer Altvorderen Dennis Grote (184) oder Daniel Frahn (116) könnten diese Hoffnung nähren. Aber Bergner will sich bei der Frage nach dem Saisonziel nicht auf einen bestimmten Tabellenplatz festlegen. "In unserer bisherigen Arbeit war es unser Ziel, alle 18 Neuzugänge gut zu integrieren und am Samstag eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz zu schicken. Die Zuschauer sollen sofort das Gefühl bekommen, dass wir als Team die Spielidee, die wir uns erarbeitet haben, auch umsetzen können und als Einheit auftreten", sagt der Coach. Aus seiner Sicht habe die Arbeit der vergangenen Wochen gefruchtet. "Wir sind ein ganzes Stück vorwärtsgekommen", ist sich Bergner sicher.

Zweifellos sei es ein großer Vorteil, dass die Arbeit mit dem Kader trotz des Abstiegs und der angespannten finanziellen Lage weiter unter Profibedingungen stattfinden kann. Während vielleicht der eine oder andere gegnerische Spieler am Vormittag noch seinem Halbtagsjob nachgeht, kann der Chemnitzer Coach schon mit seinen Kickern auf dem Rasen arbeiten. "Das war das Ziel von Sportdirektor Thomas Sobotzik, dem Insolvenzverwalter und mir, dies zu erhalten. Ich sehe darin eine wichtige Voraussetzung, in dieser Regionalligastaffel bestehen zu können", sagt Bergner.

Die vierte Liga hat er bereits intensiv beobachtet. "Ich denke, dass sich unsere Staffel nicht hinter den anderen Regionalligen in Deutschland verstecken muss. Wir wissen jedoch logischerweise noch nicht um die Stärke jeder einzelnen Mannschaft", sagt der Cheftrainer. Bei der Frage nach den Ligafavoriten fallen Bergner einige Namen ein. "Wacker Nordhausen wird nicht noch einmal antreten, um Zweiter zu werden. Lok Leipzig sehe ich mit ihren Neuverpflichtungen ganz weit vorn. Erfurt ist nicht zu verachten und der BFC Dynamo sollte auch mit dabei sein", zählt er auf, ohne seine eigene Mannschaft ins Spiel zu bringen.

Vielleicht liegt das auch daran, dass sich sein völlig umgekrempelter Kader zunächst erst einmal finden muss. "Natürlich gehen wir mit dem Ziel auf den Platz, jedes Spiel gewinnen zu wollen. Aber es wird für uns auch Rückschläge geben", sagt Bergner. Um im Spielbetrieb erfolgreich zu sein, baut er insbesondere auf die erfahrenen Grote und Frahn, ohne dabei den Leistungsgedanken zu vergessen. "Eine Stammplatzgarantie gibt es für keinen Spieler. Wir sind in der hervorragenden Lage, alle Positionen doppelt besetzt zu haben", stellt der Trainer klar.


Das Aufgebot des Chemnitzer FC in der Saison 2018/19

Tor

1 Jakub Jakubov 01.02.1989

19 Lucas Hiemann 19.05.1999

32 Florian Sowade 06.01.1997

Abwehr

3 Niklas Hoheneder 17.08.1986

4 Michael Blum 25.12.1988

5 Kostadin Velkov 26.03.1989

20 Pascal Itter 03.04.1995

15 Paul-Luis Eckhardt 14.11.2000

21 Fabian Müller 06.11.1986

23 Kristian Taag 19.11.1999

24 Maximilian Christl 27.03.1999

30 Santiago Aloi 16.03.1987

Mittelfeld

6 Ioannis Karsanidis 25.06.1993

7 Dennis Grote 09.08.1986

8 Paul Milde 25.01.1995

13 Valentino Schubert 29.05.2000

14 Tim Campulka 28.04.1999

16 Rafael Garcia 17.09.1993

17 Erik Tallig 10.01.2000

22 Jakob Gesien 17.09.1998

27 Timo Mauer 26.05.1997

29 Matti Langer 27.02.1990

38 Tobias Müller 31.05.1993

Angriff

9 Kimmo Hovi 31.05.1994

11 Daniel Frahn 03.06.1987

33 Dejan Bozic 22.01.1993

 

Trainerteam

David Bergner (02.12.1973 ), Cheftrainer seit Januar 2018; Co-Trainer: Sreto Ristic (07.02.1976); Torwarttrainer: Thomas Köhler (17.06.1967).

Zugänge

Jakubov (Berliner AK), Sowade (Viktoria Köln), Hoheneder (Holstein Kiel), Blum (Wuppertaler SV), Velkov (Slavia Sofia), Itter (SC Paderborn), Hiemann. Eckhardt, Christl, Tallig Schubert, Campulka (eigener Nachwuchs), F. Müller (Dynamo Dresden), Taag (Werder Bremen), Aloi (International Leipzig), Karsanidis (Würzburger Kickers), Milde (Budissa Bautzen), Garcia (RW Oberhausen), Gesien (Hansa Rostock), Mauer (Carl Zeiss Jena), Langer (Greuther Fürth), T. Müller (Viktoria Köln), Hovi (International Leipzig), Bozic (TuS Koblenz).

Abgänge

Hansch (SV Sandhausen), Kunz, Tittel, Sumusalo, Koch, Bachmann, Dartsch, Dem, Aydin, Kluft, von Piechowski, Thiele, Trinks (alle Ziel unbekannt), Endres (SpVgg Unterhaching), Mbende (Cambuur-Leeuwarden), Mlynikowski (Berliner AK), Reinhardt (FSV Zwickau), Trapp (VfL Osnabrück), Slavov (VfR Aalen), Leutenecker (F91 Düdelingen), Breitfelder (SF Lotte), Hoffmann (Viktoria Berlin). Baumgart (Erzgebirge Aue).

www.chemnitzerfc.de

 

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