Das muss man zum Großen Preis der USA wissen

Drei Rennen bleiben noch in dieser Formel-1-Saison. Und auch wenn Ferrari mit Sebastian Vettel schon lange keine Chance mehr auf den WM-Titel hat, will die Scuderia zumindest noch Grand-Prix-Siege.

Austin (dpa) - Der Titelgewinn für Lewis Hamilton ist nur noch reine Formsache. Viel spricht dafür, dass sich der Mercedes-Pilot aus Großbritannien am Sonntag (20.10 Uhr/RTL und Sky) beim Großen Preis der USA zum sechsten Mal zum Formel-1-Champion krönt.

Für den viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel und Ferrari geht es auch schon darum, möglichst viel für das nächste Jahr zu lernen und den nächsten Angriff auf die Silberpfeile vorzubereiten.

WIRD LEWIS HAMILTON IN TEXAS WELTMEISTER?

Sehr vieles spricht dafür. Mit zehn Saisonsiegen, den bislang letzten holte er am vergangenen Wochenende in Mexiko, liegt der 34-Jährige ohnehin uneinholbar vorne. Theoretisch könnte nur noch Teamkollege Valtteri Bottas ihn abfangen, das wird aber nicht passieren. Auf dem Circuit of the Americas reicht in Austin schon ein achter Platz, damit auch rechnerisch nichts mehr passieren kann. Der Kurs liegt Hamilton jedoch ohnehin: Mit fünf Erfolgen ist er der Formel-1-Rekordgewinner im US-Bundesstaat Texas.

KANN SEBASTIAN VETTEL UM DEN SIEG MITFAHREN?

2013 stand Ferrari-Star Vettel in Austin zuletzt ganz oben - damals allerdings noch im Red Bull. Vor sechs Jahren wurde der Heppenheimer auch letztmals Weltmeister. Zumindest das Leben wollen die erstarkten Italiener Mercedes nun weiter schwer machen. Das klappte zuletzt vor allem im Qualifying sehr gut. Sechsmal stand die Scuderia auf der Pole Position - anschließend reichte es aber nur dreimal zum Sieg. Diese Quote müsse verbessert werden, sagte Teamchef Mattia Binotto.

WER GEWINNT DAS FERRARI-TEAMDUELL?

In den verbleibenden drei Rennen geht es weiter auch um die Rolle der Nummer eins bei Ferrari. In der Gesamtwertung liegt Charles Leclerc als Dritter noch knapp vor Vettel. Der 21 Jahre alte Monegasse hat 236 Punkte auf seinem Konto, Vettel gerade sechs weniger. Während Leclerc zwei Rennsiege in diesem Jahr einfahren konnte, ist es beim Deutschen einer. Direkt hinter dem Ferrari-Duo lauert in Max Verstappen (220) starke Konkurrenz. Der Niederländer im Red Bull könnte durchaus noch vorbeiziehen.

WAS PASSIERT IN AUSTIN ABSEITS DER STRECKE?

Am Donnerstag sollen die Details zur umfassenden Regelreform ab der Saison 2021 veröffentlicht werden. Darum gab es zuletzt heiße Debatten zwischen Fahrern, Teams und den Verantwortlichen der Formel 1. Strittig sind neben finanziellen Fragen weitere zentrale Punkte. Anstelle der Strategiegruppe und Formel-1-Kommission soll künftig nur noch ein Gremium mit Vertretern der Geschäftsführung, des Weltverbands und der Teams über Reformen entscheiden. Vor allem die Spitzenteams um Mercedes und Ferrari sehen ihren Einfluss schwinden. Auch der Zwang zu vielen Einheits-Bauteilen bei den Autos und weniger technischen Freiheiten für die Ingenieure stieß noch auf Widerstand. 

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