Delfinshow vor Segel-Weltcup im Olympia-Revier: Athleten und Weltverband beschämt

Nach Delfinshow: Luke Patience und Co. beschämt

Die Veranstalter des Segel-Weltcups vor Enoshima müssen nach einer fragwürdigen Eröffnungsfeier viel Kritik einstecken: Die Japaner luden vor Beginn der Wettkämpfe zu einer umstrittenen Delfinshow und stießen damit bei Athleten und dem Weltverband World Sailing auf Unverständnis. Enoshima ist das Revier für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

"Ich könnte nicht beschämter sein", schrieb der Brite Luke Patience, Silbermedaillengewinner von London 2012: "Wir sind Segler und betreiben einen grünen Sport. Ich hoffe, wir können künftig als Sportart mehr Moral zeigen." Delfinshows werden immer wieder kritisiert, Tierschützer sehen darin eine nicht-artgerechte Ausbeutung von Lebewesen.

Auch World Sailing zeigte sich "enttäuscht" von den Veranstaltern in Enoshima, die ihr Konzept für die Eröffnungsfeier im Voraus nicht zur Genehmigung vorgelegt hätten. Der Weltverband betonte, dass er die Vorführung im Rahmen eines Segel-Events nicht billige, sie stehe im Widerspruch zur Nachhaltigkeits-Agenda.

Sowohl World Sailing als auch der japanische Segelverband entschuldigten sich für den Ablauf der Eröffnungsfeier. Bei den Wettkämpfen sind auch deutsche Sportler am Start.

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