Der VfB Auerbach steht vor einer schwierigen Saison

Das fast unveränderte Aufgebot soll die Basis für den erneuten Klassenerhalt der Vogtländer bilden. Die Vorbereitung lief für den neuen Trainer Sven Köhler allerdings nicht sorgenfrei.

Auerbach.

Für den VfB Auerbach bleibt die Fußball-Regionalliga auch im siebenten Jahr eine echte Herausforderung. "Wir machen uns nichts vor: Im Verein und im Umfeld sollte jeder wissen, dass es eine schwierige Saison wird", sagt Trainer Sven Köhler. Der Klassenerhalt hat auch für VfB-Manager Volkhardt Kramer, der die vierte Liga für seinen Verein als Champions League sieht, oberste Priorität. "Ich würde mir wünschen, dass wir in der Hinrunde ein paar Punkte mehr als in den Jahren zuvor holen, damit nicht bei jedem Wackler Aufregung aufkommt", sagt er.

Doch Fußball ist kein Wunschkonzert. Auerbach bekam das schon in der Vorbereitung zu spüren. Der Verein konnte nach einem erfolgreichen Frühjahr (Siebenter der Rückrundentabelle) unter Köhlers Vorgänger Michael Hiemisch zwar mit zwei Ausnahmen alle Stammkräfte halten. Im Juni suchte jedoch das Verletzungspech den Verein heim. Während Kapitän Marcel Schlosser nach fünfwöchiger Pause pünktlich zum Saisonstart zurückkehrt und auch Danny Wild und Tim Hoffmann wieder ins Training eingestiegen sind, schmerzt der Ausfall von Daniel Tarczal, der gestern am Knie operiert wurde, umso mehr. Er wird mindestens zwei Monate fehlen.

"Daniel war ein ganz wichtiger Baustein für die neue Saison", sagt Sven Köhler. Für den ist im zentralen defensiven Mittelfeld nach dem Weggang von Ex-Kapitän Philipp Kötzsch und angesichts des ab September anstehenden Auslandssemesters von Alexander Mattern jetzt guter Rat teuer. Der Trainer hofft daher noch auf eine Verstärkung für diese Position, zumal der Kader zwar 20 Feldspieler umfasst, vier, fünf junge Leute inklusive dem einzigen Neuzugang Florian Mielke von Landesligist Rapid Chemnitz sich aber in der Regionalliga erst noch beweisen müssen.

Es mangelt laut Manager Kramer nicht an Angeboten von Spielerberatern. Doch die meisten Kandidaten sind auf Profiverträge aus. Auerbach gehört mit dem 500.000-Euro-Etat jedoch weiter zu den Vereinen der Regionalliga, bei denen nach der Arbeit, dem Studium oder der Ausbildung trainiert wird. Was den Fans Hoffnung macht: In den Vorjahren hatte der VfB bei den späten Wechseln von Marcel Schlosser und Amer Kadric ein glückliches Händchen.

Die beiden zählen mit ihren Ideen im Mittelfeld neben Torjäger Marc-Philipp Zimmermann (im Vorjahr: 17 Treffer) zu den Hoffnungsträgern in der Offensive. Dazu setzt der Elfte der Vorsaison auf die eingespielte Abwehrreihe. Auf die wird in den ersten Spielen viel Arbeit zukommen, wenn es mit dem BFC Dynamo, Erfurt und Chemnitz gegen Anwärter für die Spitzenplätze geht.


Aufgebot des VfB Auerbach

Tor

12 Maximilian Rosenkranz 23.01.1997

30 Stefan Schmidt 08.03.1989

 

Abwehr

4 Felix Lietz 16.04.1990

6 Vaclav Heger 06.07.1994

13 Kilian Müller 18.12.1998

14 Sebastian Schmidt 19.10.1994

21 Philipp Müller 16.06.1992

26 Marcin Sieber 31.01.1996

27 Alexander Mattern 26.01.1993

 

Mittelfeld

2 Felix Kunert 27.11.1991

7 Amer Kadric 12.10.1994

8 André Herold 03.01.1995

11 Danny Wild 27.03.1991

18 Tim Hoffmann 05.10.1998

25 Albert Löser 17.04.1996

27 Daniel Tarczal 22.03.1985

28 Thomas Stock 11.09.1992

31 Marcel Schlosser 08.08.1987

 

Angriff

9 Florian Mielke 16.06.1992

10 Arlind Shoshi 02.05.1997

16 Hans Christian Miertschink 07.03.1995

33 Marc-Philipp Zimmermann 22.03.1990

 

Trainerteam

Sven Köhler (24.02.1966), Cheftrainer seit Sommer 2018; Co-Trainer: Bernd Richter (16.11.1957); Uwe Kramer (29.01.1979). Torwarttrainer: Daniel Fröhlich (01.08.1981).

Zugänge: Florian Mielke (Rapid Chemnitz). Abgänge: Philipp Kötzsch (Bischofswerdaer FV), Lukas Novy (Rot-Weiß Erfurt).

www.vfb-auerbach.de

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