Deutsche Turner am Podest vorbei: Vierte im Team-Finale

Die leisen Medaillenträume waren früh geplatzt: Die deutschen Kunstturner haben im EM-Mannschaftsfinale bei den European Championships in Glasgow ihren dritten Platz aus dem Vorkampf nicht wiederholen können.

Nach zwei Stürzen und mehreren unsauberen Übungen reichte es für die Riege von Bundestrainer Andreas Hirsch nur zu Rang vier. Der Sieg ging an Titelverteidiger Russland vor Ex-Europameister Großbritannien sowie den überraschend starken Franzosen.

Schon beim Pauschenpferd lief es für das Quintett des Deutschen Turner-Bundes (DTB) nicht rund, Haltungsfehler drückten die Noten. EM-Neuling Nick Klessing aus Halle kassierte einen Abzug von 0,3 Punkten, weil er ein Halteteil zu früh beendete. Beim Sprung kam der angehende Polizist, anders als noch in der Qualifikation am Donnerstag, bei der Landung zu Fall.

Am Barren leistete sich der Erfurter Nils Dunkel zwei Unsicherheiten, das wurde aber durch Marcel Nguyen ausgeglichen. Der zweimalige Europameister turnte mit exzellenten 14,733 Punkten deutlich stärker als im Vorkampf, dort hatte der Unterhachinger die Final-Qualifikation deutlich verfehlt.

Endgültig war die Chance dahin, als Andreas Bretschneider aus Chemnitz von der Reckstange abrutschte und stürzte. Am Boden stabilisierte sich das DTB-Team wieder, doch Medaillenrivale Frankreich war zu diesem Zeitpunkt bereits zu weit enteilt.

Mit ihrer Platzierung übertrafen die deutschen Kunstturner immerhin das Mannschaftsergebnis ihrer Kolleginnen deutlich. Die Riege von Teamchefin Ulla Koch hatte sich in der vergangenen Woche mit dem zehnten Platz begnügen müssen.

Die europäischen Titelkämpfe werden am Sonntag (15.30 Uhr/ARD) mit den sechs Gerätefinals abgeschlossen. Nguyen steht am Boden und an den Ringen im Endkampf, Dunkel hat die Medaillenentscheidung am Barren erreicht. 2019 werden die Europameisterschaften im polnischen Stettin ausgetragen.

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