DFB-Pokal: Aue scheitert am FC Ingolstadt

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Ingolstadt.

Nur einer kann in einem Pokalspiel weiterkommen. Am Montagabend war es im Audi-Sportpark zu Ingolstadt die Mannschaft, die dafür die etwas geeigneteren Mittel hatte. Und das war bei der 1:2-Niederlage nicht der FC Erzgebirge Aue. Dessen Trainer Aleksey Shpilevski änderte seine Mannschaft im Vergleich zum letzten Ligaspiel auf zwei Positionen. Gaetan Bussmann und Dimitrij Nazarov fanden sich auf der Bank wieder, dafür spielte der von seinem Armbruch am Ende der vergangenen Saison genesene Ognjen Gnjatic in der Defensive. Sam Schreck gab sein Startelfdebüt. Auch der jüngste Neuzugang Babacar Gueye stand wie angekündigt gleich im Kader, sollte später als Joker kommen.

Die Auer nahmen zum 22. Mal am DFB-Pokal-Wettbewerb teil, zum 14. Mal schieden sie in der ersten Runde aus. Dabei war Ingolstadt in der Vergangenheit ein ganz gutes Pflaster für die Erzgebirger: Bei acht Gastspielen hatte es drei Auer Siege, drei Unentschieden und nur zwei Niederlagen gegeben.

Doch keine sieben Minuten waren gespielt, da hatte der FCE das erste Gegentor dieser Saison kassiert. Ein langer Ball der Hausherren landete eher zufällig bei Dennis Eckert-Ayensa, der den Ball an Sören Gonther vorbei in die Mitte passte, wo Filip Bilbija schneller war als Gnjatic und zur Führung des FCI einschob. Überhaupt hatte Gonther Schwerstarbeit gegen Eckert-Ayensa zu verrichten, der immer ein bisschen schneller war als der Auer Routinier und in der 9. Minute fast schon das 2:0 nachgelegt hätte, die Kugel aber links neben den Kasten von Martin Männel setzte. Offensiv klappte beim Shpilevski-Team trotz viel Ballbesitz eine halbe Stunde lang ziemlich wenig. Lange Bälle kamen wie ein Bumerang zurück, im Kombinationsspiel verzettelten sich die Veilchen ein ums andere mal. Trotzdem wäre fast der Ausgleich gefallen, als der Ex-Zwickauer Nico Antonitsch bei seinem Abwehrversuch Omar Sijaric anschoss, der so freie Bahn Richtung Ingolstädter Tor hatte. Sijarics Schuss wehrte Torwart Fabijan Buntic ab, Zolinski - allerdings ohnehin im Abseits - setzte den Ball aus Nahdistanz ziemlich kläglich neben die leere Kiste (30.).

Es war ein Weckruf. Die Gäste hatten nun etliche Aktionen am und im Strafraum der Schanzer, klare Chancen gab es aber nicht, weil der letzte Pass nicht ankam, immer irgendein Ingolstädter Abwehrbein dazwischen war. Zolinski fehlte in der 37. Minute beim Abschluss die Konsequenz, Eckert-Ayensa auf der anderen Seite nur ein paar Zentimeter. Sein Schuss knallte von der Auer Torlatte zurück ins Feld (42.).

Zur Pause reagierte Shpilevski auf das bis dahin Gesehene, stellte in der Abwehr auf eine Viererkette um, und schickte neben Gueye auch Nazarov ins Gefecht. Für Schreck und Gnjatic war der Arbeitstag vorbei. Erst einmal diktierte aber wieder der Zweitligaaufsteiger, der seine ersten beiden Partien verloren hatte, das Geschehen. Bis zu Clemens Fandrichs Schuss aus knapp 20 Metern, den Buntic nur mit Mühe vor die Füße von Gueye abwehren konnte, der Pass des Senegalesen in die Mitte fand allerdings keinen Mitspieler (57.). Das Match stand jetzt auf Messers Schneide, konnte genausogut mit einem zweiten Ingolstädter Tor in klare Bahnen geraten wie mit einem Auer Treffer wieder völlig offen werden. Es passierte letzteres. Ein schöner Pass von Gueye fand am Elfmeterpunkt Zolinski, der diesmal den Kopf oben behielt, den Ball gekonnt ins rechte untere Eck zum Ausgleich schlenzte (67.). Das erste Mal in dieser Saison jubelten die Veilchen-Fans über ein Tor. In Ingolstadt waren das 250 unter den insgesamt im Stadion anwesenden 3322 Zuschauern.

Zum Schluss jubelten aber wieder die anderen. Nach Philip Rieses Fehler im Mittelfeld kam der Ball zu Fatih Kaya, der Anthony Barylla etwas zu leicht umkurvte und den Ball zum 2:1 für die Gastgeber ins Tor schoss. Martin Männel streckte sich vergeblich (79.). Vergeblich rannten die Erzgebirger in den letzten zehn Minuten auch dem erneuten Ausgleich hinterher. Als Buntic Nazarovs letzten Schuss parieren konnte, waren die Bayern am Ziel und die Träume der Auer geplatzt. Das nächste Spiel im DFB-Pokal bestreitet der FCE erst im kommenden Sommer.

Statistik

FCI:Buntic - Heinloth, Neuberger, Antonitsch, Franke - Röhl (77. Hawkins/V), Stendera (70. Preißinger), Linsmayer (V/89. Keller), Bilbija - Kutschke (77. Kaya), Eckert Ayensa (89. Niskanen).

Aue: Männel - Gnjatic (46. Gueye), Gonther, Carlson (V) - Strauß, Fandrich, Messeguem (70. Riese) - Sijaric (61. Jonjic), Schreck (46. Nazarov), Barylla - Zolinski.

SR.: Siebert (Berlin).

Zu.: 3322.

Tore: 1:0 Bilbija (7.), 1:1 Zolinski (68.), 2:1 Kaya (79.)

 

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