DOSB-Präsident Hörmann will Lehren aus Özil-Debatte ziehen

DOSB-Präsident Alfons Hörmann will aus der Debatte um den aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurückgetretenen Mesut Özil (29) auch für die anderen Sportarten in Deutschland die Lehren bezüglich der Bedeutung von Integrationsarbeit ziehen. Es gelte nun, "das Thema noch sensibler und noch gefühlvoller zu behandeln und sich der Bedeutung der gesamten Integrationsfrage bewusst zu sein", sagte der 57-Jährige Sky Sport News HD.

"Sportdeutschland ohne Integration hat in der Vergangenheit nicht funktioniert und wird auch in der Zukunft nicht möglich sein", so Hörmann weiter. Insgesamt halte er die Debatte "mittlerweile sogar für wertvoll, weil daraus uns allen nochmal vor Augen geführt wird, wie in vielen Bereichen des Lebens Chance und Risiko eines solchen Themas sehr nah beieinander liegen".

Die Kritik am Umgang des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit der Causa Özil kann Hörmann derweil zumindest teilweise nachvollziehen. "Reinhard Grindel (DFB-Präsident, d.Red.) hat ja selbst sehr klar und deutlich formuliert, dass man vielleicht an der ein oder anderen Stelle noch früher, noch klarer Position hätte beziehen müssen", sagte er: "Ich glaube aber, im Nachgang ist es sehr schwer zu beurteilen, was hätte beispielsweise vor der WM geschehen müssen."

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