Dynamo hadert mit dem Schiedsrichter

Die Dresdner verlieren beim FC Ingolstadt nicht nur das Spiel, sondern auch Verteidiger Kulke nach einer umstrittenen Roten Karte.

Ingolstadt.

Die SG Dynamo Dresden verliert das zweite Spiel in Folge und muss einen weiteren Dämpfer hinnehmen. Doch im Gegensatz zur Derby-Niederlage gegen den FSV Zwickau haderten die schwarz-gelben Fußballer nach dem 0:1 beim FC Ingolstadt statt mit der eigenen Leistung diesmal mehr mit dem Schiedsrichter. Referee Martin Thomsen stand bereits in der 4. Minute im Fokus. Nach einem katastrophalen Fehlpass von Torhüter Kevin Broll zog der 19-jährige Max Kulke gegen Stefan Kutschke im Dresdner Strafraum die Notbremse. Thomsen pfiff nicht nur Elfmeter - sondern zeigte dem jungen Rechtsverteidiger der Elbestädter auch noch glatt Rot. Ex-Dynamo Kutschke ließ sich die Chance zur Führung nicht entgehen und verwandelte den Strafstoß sicher. Dass sich der gebürtige Dresdner danach das Jubeln verkniff, dürfte die Sachsen nicht trösten. "Klare Fehlentscheidung", meinte Dynamos Sportdirektor Ralf Becker schon in der Halbzeitpause des bei MagentaSport. "Über den Elfmeter kann streiten, ob man den gibt oder nicht. Aber was gar nicht geht ist die Rote Karte im Nachgang." Kulke sei klar zum Ball gegangen. Die Regel besage, so Becker: "Wenn er zum Ball geht, ist es Gelb!"

Auch Dresdens Trainer Markus Kauczinski äußerte sich nach dem Abpfiff der umkämpften Drittligapartie ähnlich zu der umstrittenen Szene: "Ich glaube, das man den Elfmeter geben kann. Auf keinen Fall aber die Rote Karte. Das hat alles kaputt gemacht. Ich glaube, dass wir uns nicht nachsagen lassen müssen, wir hätten offensiver spielen müssen." Einen Elfmeter forderte Kauszinski für sein Team in der 80. Minute, als Marvin Stefaniak, der sein Startelfdebüt gab, eine Hand ins Gesicht bekam: "Klarer Elfer", befand der Chefcoach und ließ dann richtig Dampf ab: "Wir haben so viel Wut im Bauch, wir sind so angepisst wegen dem, was hier passiert ist. Wir werden so viel Gas geben gegen Meppen. Wir werden uns das wieder holen, was wir heute verloren haben."

Das waren drei Punkte, denn die Ingolstädter brachten den knappen Vorsprung gegen zehn Mann über die Zeit. Dynamo mühte sich zwar und spielte streckenweise besser als mit voller Kapelle gegen Zwickau, doch der Ausgleichstreffer wollte nicht mehr gelingen. (mit dpa)

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